IGMG Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V Europaverband Bosch Str.61-65 50171
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Presseerklärung, Kerpen, 11.09.2001
IGMG Vorsitzender Erbakan sagte: Wir sind schockiert über die Anschläge in den
USA. Das Ausmaß der Verwüstungen und des Menschlichen Leids ist erschreckend. Durch
nichts auf der Welt sind diese Taten zu rechtfertigen. Wir sind zutiefst betroffen, und
entsetzt. Wir suchen nach Möglichkeiten konkreten Beistand zu leisten.
Ich fordere die Presse und Politiker auf, nicht wie etwa beim TWA Absturz haltlos und
pauschal Moslems zu beschuldigen. Die Täter müssen gefasst und bestraft werden.
Für alle Opfer und Hinterbliebenen der Attentate, unter denen höchstwahrscheinlich
auch viele Moslems sind, werden wir beten.
Presseerklärung
.... wenn jemand einen Menschen tötet, ... so soll es sein, als hätte er die ganze
Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so soll es sein,
als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. .... .Quran [5:32]
Das Zentrum für islamische Frauenforschung und Frauenförderung verurteilt die
unfassbaren Anschläge in den USA auf das Schärfste. Wir betrachten ein solches Vorgehen
nicht nur als inhuman und ohne Sinn, sondern auch als dem Islam zutiefst zuwider. Es wird
jetzt allerdings deutlich, dass unser aller Anstrengungen sich auf die Möglichkeit eines
gerechten Zusammenlebens konzentrieren müssen. Die Hoffnung liegt auf einer besonnener
Reaktion aller. Trauer und Wut sind mehr als verständlich, jedoch blinde Rache ist nicht
geeignet, weitere Eskalationen zu vermeiden. Wir drücken hiermit den Angehörigen der
Opfer unser aufrichtiges Mitgefühl aus und werden von unserer Seite aus nicht nachlassen
in unserer Anstrengungen für ein friedliches Zusammenleben fortzusetzen.
-- ZIF- Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung Postfach 520362
D-50952 Köln Tel: ++49 (0)221 3686467 Fax: ++49 (0)221 3686468 mailto: ZIFrauenforschung@gmx.net
Das IPD Team ist schockiert und von Trauer erfüllt über die Anschläge in den
Vereinigten Staaten. Eine solche Vorgehensweise ist aus islamischem Verständnis heraus in
keinster Weise religiös begründbar. Dadurch wird immer deutlicher, wie notwendig eine
adäquate religiöse Erziehung ist, die es ermöglichen soll konfliktärmer miteinander zu
leben und Probleme gewaltfrei zu lösen. Alle, die einen falsch verstandenen Islam
propagieren, sind gehalten sich Gedanken über folgenden Quranvers zu machen: ....
wenn jemand einen Menschen tötet, ... so soll es sein, als hätte er die ganze Menschheit
getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so soll es sein, als hätte er
der ganzen Menschheit das Leben erhalten. .... .Quran [5:32]
und müssen sich fragen lassen, wem die quranischen Attribute zustehen. Wir
hoffen, auch im Hinblick auf die Situation in der Bundesrepublik, dass alle Reaktionen
bedacht und ruhig erfolgen werden und niemand kollektive Schuldverhältnisse, die sowohl
dem quranischen als auch dem humanistischen Weltbild fremd sind, heraufbeschwört,
sondern wir alle müssen daran arbeiten, dass unser Grundverständnis einer
pluralistischen Gesellschaft nicht verloren geht. Den Angehörigen der Opfer gilt unsere
tiefe Anteilnahme.
IPD- Institut für Internationale Pädagogik und Didaktik info@ipd-koeln.de http://www.ipd-koeln.de
Keine Rechtfertigung im Islam
Köln - Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) ist erschüttert und entsetzt
über die Serie der heutigen Terroranschläge in den USA.
Elyas, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD) sagte gegenüber
islam.de: "Unser tiefstes Mitgefühl gilt den unschuldigen Opfern und
Hinterbliebenen."
Und weiter warnt Elyas: "Wer immer die Hintermänner dieser blutigen Tat sind, bei
dem Islam können sie keine Rechtfertigung für ihre Tat finden."
In einer Erklärung des ZMD heisst es weiter: "Wer sich Terrorismus, Gewalt und
Ermordung unschuldiger Zivilisten als politisches Mittel bedient, kann sich nicht auf den
Islam berufen. Wir beten für eine friedliche Welt, die frei ist von Gewalt und
Terrorismus."
Zu den jüngsten Terroranschlägen in den USA hat der Vorsitzende der
Türkisch-Islamischen Kulturvereine e.V. (ATIP), Herr Fikret Ekin, folgende
Presseerklärung veröffentlicht: (Köln, 12.09.01)
"Wir sind schockiert, entsetzt und zutiefst erschüttert über den Terroranschlag,
der das amerikanische Volk heimgesucht hat.
Unser tiefstes Mitgefühl gilt den armen und unschuldigen Opfern und Hinterbliebenen,
den Frauen, den Kindern und den Männern des amerikanischen Volkes.
Wir verurteilen in aller Form derartige barbarische und grausame Anschläge, die sich
gegen die freiheitlichen, menschlichen und religiösen Werte richten. Jede Form vom
Terrorismus, die Einzelpersonen, Einzelgruppen oder von Staaten gilt als Anschlag gegen
die Menschheit. Jeder der sich solche menschenverachtende und menschenvernichtende Mitteln
als politische Instrumente bedient, kann und darf sich nicht als Moslem
bezeichnen.
Religion ist kein Rauschzustand, den man bis zum Exzeß kultivieren sollte. Sie
überlagert auch nicht das bittere Gefühl verlorener Hoffnungen und gesellschaftlicher
Ohnmacht. Religion ist u. a. eine soziokulturelle Aufgabe. Denn die tägliche Arbeit
besteht darin, für mehr Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Andersaussehenden zu
werben. Dies bedeutet vor allem die Toleranzbereitschaft der Menschen zu fördern bzw.
diese von der Wichtigkeit einer inter- multikulturellen Friedenserziehung zu überzeugen.
Wir appellieren daher an das amerikanische Volk und an die amerikanische Regierung sich
in Geduld und Vernunft zu üben. Man darf in einer solchen tragischen Situation nicht auf
die Äußerungen mancher Theoretiker, die behaupten, jetzt sei der Krieg der Kulturen und
Zivilisationen ausgebrochen, hören. Wir müssen unsere Selbstbeherrschung im Gebet für
die Opfer und die Hinterbliebenen stärken.
Die Menschen sollten lernen, daß das Mit- und Nebeneinander unterschiedlicher
Kulturformen nicht als potentielle Bedrohung und Verarmung der eigenen Kultur verstanden
werden sollte, sondern eher als Bereicherung und Horizonterweitrung. Sie sollen dies aus
dem Blickwinkel der menschlichen Dimension (die auch die Religion beinhaltet) erfassen und
akzeptieren können. Denn Pluralismus setzt Vertrauen und Toleranz voraus. Es gelte hier,
Einhalt zu gebeten.
Vielmehr appellieren wir an alle Moslems, Vernunft zu bewahren, sich von
fremdenfeindlichen Äußerungen (in der Arbeit, in der Schule und anderswo) nicht
beeinflussen und provozieren zu lassen.
Um es mit den Worten von M. K. Mahatma Gandhi noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen
«Christus hätte vergebens gelebt und wäre vergebens gestorben, wenn er uns nicht
gelehrt hätte, unser ganzes Leben nach dem ewigen Gesetz der Liebe einzurichten.»
Wir fühlen mit Ihnen!
Friede sei mit Ihnen!"
Pressebüro
Soest (dpa) - Die in der Bundesrepublik lebenden Muslime haben die terroristischen
Anschläge in den USA auf das Schärfste verurteilt. Die Anschläge seien ein barbarischer
Akt und durch nichts zu rechtfertigen, berichtete das
Zentralinstitut-Islam-Archiv-Deutschland in Soest. Die Täter hätten sich mit diesem
Verbrechen außerhalb der menschlichen Gesellschaft gestellt. Man empfinde mit den
Angehörigen der Opfer, heißt es in vom Institut eingeholten Stellungnahmen islamischer
Dachverbände. dpa ze Veröffentlicht
von RZ-Online am 11. September 2001 19:15