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interviewt Albrecht Müller - Herausgeber der
NachDenkSeiten
20.6.2025
Albrecht Müller ist am 16. Mai 1938 in Heidelberg geboren und wuchs
in Meckesheim auf. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann
absolvierte er ein Studium der Volkswirtschaftslehre und Soziologie in
Mannheim, Berlin, München und Nottingham und wurde Diplom-Volkswirt.
Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität
München. Ab 1968 war er Ghostwriter bei Bundeswirtschaftsminister Prof.
Dr. Karl Schiller (SPD) und ab 1970 Leiter der Abteilung
Öffentlichkeitsarbeit bei der SPD und verantwortlich für den
Bundestagswahlkampf 1972. Ab 1973 war er Leiter der Planungsabteilung im
Bundeskanzleramt bei Willy Brandt und Helmut Schmidt. Von 1987 bis 1994
war er zwei volle Legislaturperioden Abgeordneter des Deutschen
Bundestages.
Er ist Autor von Essays mehreren Büchern, zum Beispiel: „Von der
Parteiendemokratie zur Mediendemokratie“ (1999): eine Analyse im
Auftrag der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen, „Die
Reformlüge“ (2004): ein Spiegelbestseller, „Machtwahn“
(2006), „Meinungsmache“ (2009), „Brandt Aktuell“ (2013), „Glaube
wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst“ (2019), „Die Revolution
ist fällig. Aber sie ist verboten“ (2020), “Die im Dunkeln sieht
man nicht” (Ende 2020).
Ab 2003 war er als Autor und Mitherausgeber des Internet-Blogs
NachDenkSeiten tätig. Seit 2015 ist er alleiniger Herausgeber. Die
NachDenkSeiten gelten als eines der meistgelesenen politischen Blogs in
Deutschland
Albrecht war bis zu ihrem Dahinscheiden mit der Lehrerin Anke
Bering-Müller (1943–2014) verheiratet und wohnt an einem Erholungsort in
Rheinland Pfalz. |