Im Namen des Erhabenen  
  Interview mit Lothar Hirneise
 

Muslim-Markt interviewt
Lothar Hirneise, Gründer von Menschen gegen Krebs e.V.

15.9.2008

Lothar Hirneise (Jahrgang 1961) hat als gelernter Krankenpfleger 11 Jahre im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Winnenden gearbeitet. Nach einer 4-jährigen Ausbildung in Psychoanalyse war er in einer psychoanalytischen Modellklinik mit dem Schwerpunkt Essstörungen tätig. Nach weiteren Jahren der Selbständigkeit begann er sich - motiviert durch die Erkrankung eines Freundes - intensiv mit Krebs, mit schulmedizinischen ebenso wie mit alternativen Therapien auseinanderzusetzen.

Im Jahr 1997 gründete er die Organisation "Menschen gegen Krebs e.V.", die sich am us-amerikanischen Vorbild "people against cancer" orientiert. Seither ist er der Vorstandsvorsitzende. In seinem Buch "Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe" legt er eine "Enzyklopädie der unkonventionellen Krebstherapien" vor und fasst die Ergebnisse seiner jahrelangen, weltweiten Forschungsarbeit zusammen. 2002 erhielt er in Washington D.C. den NFAM Preis (Founders Award for Alternative and Complementary Medicine). Er entwickelte ein Anylse-Programm, das auf der Auswertung der Krankengeschichten von Tausenden von Menschen beruht, die Krebs in einem sehr späten Stadium überlebt haben.

Lothar Hirneise ist verheiratet, hat 2 Kinder, lebt im Großraum Stuttgart und leitet das 3E-Zentrum, wenn er nicht auf Reisen ist, um seine weltweiten Studien fortzusetzen.

MM: Sehr geehrter Herr Hinreise. Erlauben Sie zum Einstieg eine schwere Frage: Was ist Krebs?

Hirneise: Man würde mich sofort für den Nobelpreis vorschlagen, wenn ich diese Frage sicher beantworten könnte. Tatsache ist, dass wir trotz der vielen Forschung weit davon weg sind, diese Frage beantworten zu können. Sicher ist für mich, im Gegensatz zur konventionellen Meinung, dass die nachweisbaren Mutationen in den Krebszellen NICHT die Auslöser von Krebs sind, sondern dass diese Mutationen erst während einer Krebserkrankung entstehen. Am wahrscheinlichsten erscheint für mich immer noch die Kausanetik Theorie.

MM: Sie implizieren in ihrem neuen Buchtitel, dass die Chemotherapie Krebs nicht heilen kann. Zweifelsohne gibt es aber unzählige Heilerfolge. Wie erklären Sie diesen Widerspruch?

Hirneise: Es ist das altbekannte Problem. Niemand stellt die Frage: „Ist der Patient gesund geworden, weil oder obwohl er eine Chemotherapie oder Bestrahlung erhalten hat.“ Ich möchte es Ihnen an einem banalen Beispiel besser erklären. Wir wissen heute, dass es bei einer Grippe besser ist, auszuruhen, wenig zu essen und nach ein paar Tagen sind wir in der Regel wieder gesund. Jetzt gibt es aber Menschen, die "keine Zeit" haben, krank zu sein, und anstatt sich auszuruhen, arbeiten sie schwitzend im Büro und gehen abends mit Kunden in eine verrauchte Kneipe. Selbst wenn es etwas länger dauert, so werden doch die meisten von ihnen auch mit dieser "Büro/Kneipen-Therapie" wieder gesund. Doch niemand käme auf die Idee, dass Büroarbeit und in verrauchten Kneipen herumzusitzen eine optimale Therapie bei Grippe wäre. Diese Menschen sind also gesund geworden, obwohl sie sich nicht optimal verhalten haben. Dasselbige gilt für die meisten Chemotherapien. Doch heute heißt es, wenn ein Krebspatient gesund geworden ist, wurde er dies dank der Chemotherapie und wenn er gestorben ist, dann "war der Krebs leider stärker".

MM: Was lehnen sie denn an dem Schulmedizinischen Ansatz ab?

Hirneise: Vor allem die Starrheit. Ein Beispiel: Dieses Jahr bekommen ca. 55.000 Frauen in Deutschland mit einem Knoten in der Brust die Diagnose Brustkrebs. Aus konventioneller Sicht haben alle diese Frauen die gleiche Krankheit. Mit dieser Sichtweise können dann alle 55.000 Frauen gleich bzw. ähnlich, (Stichwort: Desease Management Programm) behandelt werden. Ich halte diesen Ansatz für katastrophal falsch. Desweiteren hat man sich in den letzten drei Jahrzehnten auf nur 5 Therapien geeinigt, nämlich Chemotherapie, Bestrahlung, OP, Hormontherapie und Antikörper. Doch es gibt weltweit viel, viel mehr erfolgreiche Krebstherapien und aus meist finanziellen Gründen haben Patienten keinen Zugang hierzu. Hinzu kommt, dass die gesamte Krebsforschung inzwischen eine Farce geworden ist, da man nur noch Therapien aus diesen 5 Gruppen miteinander vergleicht.

MM: Gibt es denn in der Welt andere Erfolg versprechende und erprobte Methoden der Krebsheilung?

Hirneise: Absolut ja. Es gibt Zell zerstörende Therapien nicht nur in der klassischen Onkologie, sondern auch in der ganzheitlichen Onkologie, z.B. Ukrain oder Galvano Therapien. Dann gibt es immunmodulierende Therapien wie VG1000 oder IAT, Ernährungstherapien wie die Öl-Eiweiß Kost oder Gerson und vor allem immer mehr Ursachen suchende Ansätze wie Synergetik oder Kausanetik. Den meisten Ärzten sind diese Therapien in Deutschland absolut unbekannt, obgleich in anderen Ländern Millionen von Menschen davon profitiert haben und viele Erfolge verzeichnen. Die Frage sollte eigentlich nicht sein, ob es andere erfolgreiche Therapien gibt, sondern, warum kennen deutsche Ärzte diese Therapien nicht?

MM: Kann man Ihrer Meinung nach Krebs vergleichsweise sicher vorbeugen?

Hirneise: Absolut ja, wenn man weiß wie man Stress entgehen kann und wie man sich richtig ernährt. Da dies jedoch den wenigsten Menschen gelingt, sehe ich keine Chance auf dem Weg der Prävention. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen sich niemals um Krebsprävention kümmern, denn das Thema Krebs ist viel zu emotional besetzt und wer möchte sich schon als vermeintlich Gesunder freiwillig mit diesem Thema auseinandersetzen. Dies ist natürlich sehr schade, doch wir müssen hier der Realität ins Auge sehen.

MM: Ihre Kritiker werfen Ihnen u.a. vor, dass Sie gar keine medizinische Ausbildung haben und somit Ihnen die Sachkompetenz fehlen würde. Was antworten sei denen?

Hirneise: Zuerst einmal habe ich 11 Jahre in verschiedenen Kliniken als Krankenpfleger gearbeitet und neben vielen anderen Fortbildungen 4 Jahre lang eine psychoanalytische Weiterbildung in Heidelberg absolviert. Dann habe ich im Auftrag von Menschen gegen Krebs und der National Foundation for Alternative Medicine in Washington D.C. mehr als 100 Krebskliniken weltweit besucht, mich mit noch weitaus mehr Ärzten, Physikern, Chemikern, Biologen und anderen Wissenschaftlern über das Thema Krebs intensiv unterhalten und an mehreren Studien teilweise führend mitgewirkt. Doch alles was ich da gelernt habe, ist nichts gegen mein Wissen, das ich von Krebspatienten gelernt habe, die zum Sterben nach Hause gesandt und dann wieder gesund wurden. Ich habe alleine auf der Hotline von MgK weit über 10.000 Telefonate mit Krebspatienten geführt und wenn ich eines dabei gelernt habe, dann ist es das, dass diese Patienten die wahren Krebsexperten sind und nicht die so genannten Onkologen, die sich nur in Chemotherapien, Hormontherapien und vielleicht noch Antikörper-Therapien auskennen. Die Überlebenden haben ein Wissen, das leider nicht an Universitäten gelehrt wird und ich bin stolz darauf, so viele von Ihnen auf der ganzen Welt kennen gelernt zu haben. Mein 3E-Programm basiert auf der Auswertung der Krankengeschichten von Tausenden von Menschen, die Krebs in einem späten Stadium überlebt haben.

MM: Wenn nun jemand, der an Krebs schwer erkrankt ist, sich an Sie wendet, was raten Sie ihm? Soll er den Krebs aussitzen, wie eine Grippe, um beim genannten Beispiel zu bleiben?

Hirneise: Um Gottes Willen, natürlich nicht. Ein Tumor zeigt einem Menschen immer an, dass lebensnotwendige Änderungen anzugehen sind. Das Schlimmste was man einem Krebspatienten antun kann, ist, ihm zu sagen, dass jetzt der Tumor wegoperiert oder zerstört ist und er jetzt wieder so wie früher weiterleben kann. Sein früheres Leben hat ihn doch zu der Tumorerkrankung geführt und wenn er so weiter macht, stehen natürlich neue Tumore vor der Tür. Ob jetzt der Fokus auf einer körperlichen Ebene (Entgiftungs- und Ernährungstherapien) und/oder auf einer geistigen Ebene (Stressanalyse, Ursachenforschung…) sein muss, ist natürlich sehr individuell.

MM: Um es einmal auf die Spitze zu führen: Braucht denn Ihrer Meinung nach niemand mehr an Krebs zu sterben?

Hirneise: Krebserkrankungen wird es immer geben, denn es wird immer psychischen (klassischer Stress) und körperlichen Stress geben (z. B. Ernährung, Giftstoffe in unserer Umgebung usw.). Menschen müssten jedoch nicht so häufig an Krebs sterben, wenn Sie erstens wüssten, dass Tumore Symptome sind und zweitens nicht glauben würden, weil Krebs so eine aggressive Erkrankung ist, kann man sie auch nur mit aggressiven Therapien bekämpfen. Das Lesen der Lebensgeschichten von Jesus, Mohammed oder Mahatma Gandhi würde hier wohl vielen helfen können. So viele Krebspatienten kämpfen – und verlieren den Kampf. Hier gehört ein Umdenken im großen Stil her.

MM: Abschließende Frage. Was empfehlen Sie denen, die den Krebs trotz Chemotherapie überwunden haben - wie Sie sagen - und nun an den Folgen der Chemotherapie leiden?

Hirneise: Niemals zurück blicken. In der Regel hilft das nicht weiter. Immer den Status Quo akzeptieren. Körperlich bedeutet dies für Patienten nach einer Chemotherapie eine intensive Entgiftung zu machen und geistig, sich damit zu beschäftigen, WARUM man Krebs bekommen hat, um weitere Tumore zukünftig vermeiden zu können. Dies ist sehr wichtig, denn sonst hat man als Krebspatient bei jedem kleinen Zipperlein Angst, dass wieder ein Tumor kommt.

MM: Herr Hirneise, wir danken für das Interview.

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