Im Namen des Erhabenen  
  Said Rezek
 

Gedichte von Said Rezek

Friede

von Said Rezek 13.11.2010

Unschuldig und rein,
erblickt ein jeder, das Licht der Welt,
jeder dem anderen gleich,
frei von jeder Sünde,
frei von jeder Schuld.
Im Laufe der Jahre,
färbt sich das reine
und plötzlich ist keiner mehr dem anderen gleich.

Wir kreuzen uns auf unseren Wegen,
begleiten einander, auf unseren Wegen
trennen, verirren und finden wieder zueinander, auf unsren Wegen,
auf dem Weg zu unser aller Ziel.
Friede, Friede, Friede…

Am Morgen

von Said Rezek 29.11.2010

Das Licht der Straßenlaternen erlischt.
Es ist soweit-
Die Nacht verabschiedet sich.
und die Vorhänge öffnen sich.

Der Horizont ist die Bühne.
Die Morgendämmerung ist unvergleichlich.
Es ist so friedlich.
Die Morgenröte fasziniert mich.
Der Vogelgesang ist so harmonisch.
Die morgendliche Brise,
sie beflügelt mich.

Gottes Liebe

von Said Rezek 10.7.2010

Im Namen Gottes,
des Gnädigen,
des Barmherzigen
Mein Gnädiger Herr.
Mit keinen Worten dieser Erde,
kann ich das, was ich denke, fühle und empfinde in Worte fassen,
wo ich es doch selbst nicht fassen könnte,
wenn ich es nicht wahrhaftig bezeugen könnte,
so wahr mir Gott helfe.
Das, was ich empfinde
ist so unbeschreiblich, wie großartig zugleich.
Das Gefühl der Liebe in seiner reinsten Form
ist es, was mich zu tiefst zu Tränen reißt.
Es ist eine einzigartige Liebe. Und mehr…
Es ist eine vollkommene Liebe, wie sie vollkommener nicht sein könnte. Und mehr noch…
Eine Liebe, die mich in der Stille heimsucht,
und mich von all meinen Sorgen befreit.
Ein Gefühl, welches mich in den Genuss von Gewissheit versetzt,
so das mir klar wird, wie Gewissheit im wahrsten Sinne des Wortes gemeint ist.
Gewissheit über den Einen, neben Dem es keinen anderen gibt.
Der feste Glaube,
an Deine allgegenwärtige Gegenwärtigkeit,
dieser grenzenlos weit reichenden Liebe, die keine Grenzen kennt,
die ich empfinde,
wenn ich mein Haupt,
während des Gebets,
in Richtung Kaaba richte
erfüllt und umhüllt mein Herz,
mit einer herz zerreißenden Dichte.
Welch ein Friede, den ich spüre…
Vielen Dank dafür, mein gnädiger Herr.
Dein demütiger, bis ans Ende der Tage, Dir ergebener Diener.

Seelenfrieden

von Said Rezek 26.11.2010

Seelenfrieden ist ein Segen,
denk ich an Dich, o Herr, bin ich ganz
    verlegen.
Gott möge mir vergeben,
für fehlgeleitetes streben, auf dunklen
    Irrwegen.
Gottes Gnade kennt keine Grenzen,
das gilt gewiss für jeden gottesfürchtigen
    Menschen.
O Herrscher aller Welten, stärke unseren
    Willen,
um die Schlacht gegen Satan zu gewinnen.

 

Stehet auf

von Said Rezek 29.12.2010

Das Böse und das Gute,
eint uns alle miteinander,
doch viel zu oft siegt das Böse
und wir kämpfen alle gegeneinander.

Ich bin es leid, so zu tun als ob nicht wär,
während das Böse auf der Welt, wird immer mehr.
Will nicht bloß ständig lamentieren,
will lieber aufrecht stehend demonstrieren.

Bei so viel Leid,
resignieren sehr viele,
fallen in Ohnmacht
und verhalten sich wie Tiere.

Stehet auf meine Brüder und Schwestern,
wenn wir zusammenhalten,
können wir die Welt verbessern
und morgen, wird es besser sein, als gestern.

 

Bekenntnis

von Said Rezek 25.12.2010

O Herr…
Alles was ich will, ist Dir zu dienen.
In meinem tiefsten inneren, spüre ich Deine Liebe.
Deiner zu gedenken, befreit mich mit einem Mal, von all meinen bedenken.
Im Wissen, Deiner Nähe, fühl ich mich so unendlich geborgen.
Für nichts auf der Welt, will auf Dich verzichten.
Du verleihst meinem Leben einen Sinn, ganz egal wo ich bin.
Deine Treue kennt keine Grenze,
das und noch soviel mehr, ist was ich an Dir so schätze.
Du hast ein Feuerwerk der Liebe in mir entfacht,
keine Frage, Du hast mir den Glauben wieder näher gebracht.

Menschliches streben

von Said Rezek 30.12.2010

Der Mensch, ein strebendes Wesen,
dürstet nach nützlichem Wissen und Erkenntnissen,
die mit Gottes Geboten im Einklang stehen,
dabei stets nach Besten Wissen und Gewissen.

Trotz all der Hindernisse auf dem Wege,
rastlos strebend bleibt des Menschenseele,
Gottes Gedenken verleiht die Stärke,
macht möglich schöpferische Werke.

Wie klein Du bist

von Said Rezek 4.1.2010

Es macht mich rasend,
hier sitzend und nichts sagend,
dennoch auf ein Wunder wartend,
töricht wie ich bin, die Umstände beklagend.

Es ist an der Zeit, etwas zu sagen,
zu handeln anstatt zu klagen,
gerad aus zu gehen,
anstatt zu warten.

Von heut auf morgen die Welt verändern,
hör auf zu träumen, bleib auf dem Boden,
ich will schaffen und die Welt verbessern,
ist gut, doch solltest nicht zu viel erwarten.

Ich werd alles geben, was ich kann,
vergiss nicht, wie klein du bist,
meinst das weiß ich nicht,
hab nichts mehr zu sagen dann.

 

Hoffnung

von Said Rezek 5.1.2010

Hör nicht auf voranzuschreiten,
gleichgesinnte zu begleiten,
um eure Botschaft zu verbreiten.

Der Glaube öffnet viele Türen,
die Zweifel zu verdrängen,
Tag für Tag zu kämpfen,
obwohl die Kräfte schwinden.

Gott ist die Quelle deiner Stärke,
Er begleitet dich auf deinem Wege,
kann es etwas besseres geben,
als Gott mit sich zu wissen !

Mit Widerstand musst du leben,
mit Rückschlägen musst du rechnen,
doch Hoffnung, darfst du nie verlieren !

Zeit zu handeln

von Said Rezek 17.2.2011

Die Misere von heute ist kaum zu übersehen.
Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen.
Die Politik verschließt die Augen vor den Problemen,
bald werden sie sagen, wie konnte das geschehen.

Es ist Zeit zu handeln, anstatt zu reden.
Schließlich geht’s um so viele, verlorene Seele`n,
die Tag für Tag zu Grunde gehn,
bald werden sie sagen, wie konnte das geschehen.

Es geht um eine ganze Generation,
um die Gegenwart und Zukunft einer ganzen Nation.
Während fast alle reden über Inflation,
geht die Moral verloren, wie eine gefalle Bastion.

Alles was zählt, ist eine hohe Rendite,
deren Nutznießer sind eine kleine Elite.
Die Massen werden für dumm verkauft,
bald kommt der Tag und sie lehnen sich auf.

Wenn ich Dich nicht hätte

von Said Rezek 8.1.2011

Was würd ich nur tun, wenn ich Dich nicht hätte,
der Gedanke ist so grausam, dass ich ihn sofort verdränge.
Leben ohne Dich, kann es nicht geben,
dieser Gedanke ist so wunderschön,
und mit einem Mal ist es um mich geschehen.
Mir wird klar, die Schöpfung war kein versehen,
blind muss man sein, einfach drüber hinweg zu sehen.
Das nicht zu sehen, könnt ich mir nimmer vergeben,
Deine Nähe zu spüren, darauf muss ich bestehen.

Ein Niemand

von Said Rezek 4.5.2011

Blicke in die Ferne,
weit hinaus in die Weltenmeere,
sehe kolossale Berge,
auf fruchtbarer Erde
und
viele kleine Zwerge,
mit viel zu großer Ehre,
geistig voller Leere,
in dieser dunklen Sphäre.

Der Kopf ist schwer,
der Blick ist leer,
weit ist das Meer,
groß ist das Heer.

Bin null und nichtig,
ganz und gar nicht wichtig.
Bin ein niemand,
O mein Herr, Gott sei dank.

Bedenket

von Said Rezek 9.1.2011

Ich stehe vor dem Spiegel, das Bild wird immer klarer, Stück für Stück.
Mein Blick wird immer schärfer, die Sicht wird immer besser, welch ein Glück.
Ich mache eine Reise, in meinen Gedanken, weit in die Vergangenheit zurück.
Ich öffne meine Augen, blicke in den Spiegel, wage noch einen Blick.

Zurück in der Gegenwart, im Hier und Jetzt.
Sprecht aus, was ihr denkt,
steht ein wofür ihr steht,
achtet darauf wohin ihr geht,
bedenket oft, damit ihr versteht,
verschwendet keine Zeit, sonst wird's zu spät.

Dank Dir o Herr

von Said Rezek 10.1.2011

Das es heut so ist, wie es ist, hätt' ich damals nicht gedacht.
Viel zu oft, hab ich mir den Kopf zerbrochen, am Tag und bei Nacht.
Viel zu oft, hat mich der Gedanke an ein Morgen um den Schlaf gebracht.
Und doch kam es besser als erwartet, ohne Dich O Herr, hätt' ich das nie geschafft.
Mein Vertrauen, in Deine Güte, hat all das erst möglich gemacht.
Wenn ich kraftlos am Boden lag, schenktest Du mir neue Kraft.
Dank Dir, hab ich unmöglich geglaubtes vollbracht
Ich preise Deine Gaben, bei Deiner Herrschaft, die alles umfasst.

In Deinem Dienst

von Said Rezek 29.5.2011

Im Wissen Deiner Nähe,
ob ich liege oder stehe,
ob ich ruhe oder wache,
bist Du das Ziel, wohin ich gehe.

In Deinem Dienst zu stehen,
heißt so viel mehr, als fünf mal am Tag zu beten.
Es gilt selbstlos zu geben,
und sich Deinem Willen zu ergeben.

Jede Pore meines Körpers,
steht im Dienste unsres Schöpfers.
Zu jeder Zeit und an jedem Ort,
such ich Zuflucht in Deinem Hort.

Eine andere Welt

von Said Rezek 19.1.2011

Was uns alle eint, ist die Sehnsucht nach einer gerechten Welt,
einer Welt, in der ein jeder, die gleichen Rechte erhält,
Eine Welt, mit Menschenrechten für jeden,
nicht bloß für einige, vermeintlich Auserwählte.

Eine Welt in der Freiheit kein Traum bleibt,
wo keiner hilflos umhertreibt.
Eine Welt, in der niemand hungern muss,
wo doch so viele leben im Überfluss.

Eine Welt, mit Menschen, die Frieden stiften,
statt Menschen, die den Nächsten mit Hass vergiften.
Eine Welt, mit hilfsbereiten Menschen,
die keinen Halt machen, vor imaginären Grenzen.

Vorsicht

von Said Rezek 8.1.2011

Ich weiß nicht, wer du bist,
weiß wohl woher du kommst,
doch nicht was du willst.

Du bist nur ein Mensch, so wie ich,
doch so viel mehr, als was ich erblick.
Ich sehe dein Gesicht
und der Schein, scheint zu sein ganz schick.

Ich höre, wie du zu mir sprichst,
versuche deine Worte zu deuten,
höre wie du mir Dinge versprichst,
in meinem Inneren hör ich Alarmglocken läuten.

Fast hätt' ich dir geglaubt,
ja fast schon blind vertraut.
Gott steh dir bei,
denn bald ist's aus und vorbei.

Geschaffen um zu verzeihen

von Said Rezek 19.1.2011

Der Mensch
Geschaffen aus Erde und Wasser,
erschaffen um zu dienen seinem Schöpfer.
Jeder hat seine eignen Laster,
öffne deine Augen, je eher desto besser.

Trotz all der Laster, die wir haben,
ist jeder auf seine Art, ganz eigen.
Jeder mit seinem eignen Leben, und den vielen Geschichten,
die uns so untrennbar miteinander verbinden.

Wohin man auch schaut, gezeichnete Menschen mit verletzten Gefühlen.
Menschen verletzen einander mit Worten und Taten,
die Nächsten hinterlassen die tiefsten Narben,
geschaffen um zu verzeihen, so soll es heißen,
nur so können die Wunden heilen.

Die einzig Unfehlbaren, auf diesem Planten,
das waren die Imame und die Propheten,
nach deren Vollkommenheit sollen wir streben,
mit all unsren Kräften auf unsren Wegen.

Mein Retter

von Said Rezek 24.1.2011

Heute bin ich ein freier Bürger,
heute ist nichts mehr so wie früher.
Früher war ich ein Sklave meiner selbst
und hab gelebt in einer kleinen Welt.

Hab mich aus den Ketten meiner Unwissenheit befreit,
Erkenntnisgewinn ebnete mir den Weg zur Freiheit,
hab aufgehört zu sein und angefangen zu werden,
bin dadurch erst zum Mensch geworden.

Zuvor war ich mehr als verloren,
war moralisch total verdorben,
hab mich ständig selbst betrogen,
war geistig längst gestorben.

Gott rettete mich aus meiner Finsternis,
Er schenkte mir das Licht der Erkenntnis.
Er zeigte mir den Weg der Wahrheit,
damit ebnete Er mir den Weg zur Freiheit.

Gott ist ganz nah

von Said Rezek 24.1.2011

Auf diesem Weg belehr ich mich und euch,
drum nehmt es nicht persönlich.
Vielmehr seh ich es als meine Pflicht,
und hoffe mein Wort hat ein wenig Gewicht.

Nehmt euch in Acht vorm stillen Flüstern,
zu Beginn ist man noch ein wenig schüchtern,
ein wenig später, ist man schon ganz lüstern,
kurz darauf, ist man ein jemand mit zwei Gesichtern.

Laut und hartnäckig ists in den einsamsten Stunden,
lässt man sich drauf ein, ist man schon bald ganz trunken,
treibt sich herum mit anderen Halunken,
ehe man sich versieht, ist man ganz tief gesunken.

Der Schleier vor den Augen, schließt sich immer weiter,
und doch ist man noch ganz heiter.
Vom rechten Weg weit abgekommen,
stets blind und töricht, drum hat mans nicht wahrgenommen.

Ehe man sich versieht, erkennt man sich selbst nicht mehr wieder,
und ist von sich selbst ganz angewidert.
Will das es wieder ist wie früher,
als man noch war ganz bieder.

Das Leben erscheint nicht mehr lebenswert zu sein,
in Gänze eingehüllt in Trauer und Pein,
ertränkt Kummer und Schmerz in Wein,
die Hoffnung auf Rettung schwindet und das Herz wird zu Stein.

Meint man sei ganz allein, weit entfernt vom rettenden Ufer,
du irrst,
Gott ist ganz Nah, näher als deine Halsschlagader,
Er hört deinen Ruf, wenn du Ihn rufst…

Dir zu dienen

von Said Rezek 11.2.2010

Der Weg ist weit.
Die Zeit sie eilt.
Ich bleib dabei,
denn bald ists vorbei.

Hab keine Zeit zu verlieren,
bloß zu Folgen meinen Trieben.
Das Ende, es naht unermüdlich,
ich sehne es herbei und das minütlich.

Doch bis es soweit ist,
erfülle ich meine Pflicht,
innerhalb meiner festgesetzten Frist,
bis zum Tag des Jüngsten Gerichts.

Ich hoffe auf Deine Gnade,
für die Lasten, die ich trage,
für begangene Taten,
in vergangenen Tagen.

Dein Urteil ist unantastbar,
Deine Gerechtigkeit ist unerreichbar,
Deine Gaben sind so kostbar,
für all dies und so viel mehr, bin ich so dankbar.

Ich ergebe mich Deinem Willen,
und sage mich los von den weltlichen Dingen.
Mit all meinen Sinnen, kann ich es spüren,
der Sinn des Lebens, ist Dir zu dienen.

 

Vergiss nicht

von Said Rezek 24.1.2011

Es kann kein erhabeneres Ziel geben,
als die Prüfung im Diesseits zu bestehen,
als ein würdiger Stellvertreter Gottes emporzugehen,
wie all die anderen, standhaften Seelen.

Der Weg dorthin ist voller Hürden,
voller Geister, die bloß suchen nach Zweiflern,
stets unterwegs, Verheißungen ankündigend voller Eifer,
deine Schwächen sind ihre Stärken, drum versuch sie zu verbergen.

Es kommt der Tag, an dem dein Leben vorbei ist,
nutze die Zeit, sonst bist du bald bestürzt,
wünschtest du könntest die Zeit zurück drehen,
wirst dich fragen, wie kann ich so vor Gott treten.

Mit jedem Tag, der vergeht,
sammelt der Gläubige Proviant auf seinem Weg,
sein Ziel stets vor Augen, kann der Standhafte es kaum erwarten,
endlich zum Herrn zurückkehren zu dürfen.

Vergiss nicht wer du bist,
woher du kommst und wohin du willst.
Erinner dich immer wieder an das Ziel,
bleib wachsam, denn das Leben ist mehr als ein Spiel.

Auf der Suche

von Said Rezek 22.2.2011

Auf der Suche nach wahren Werten,
traf ich Menschen, die hässliche Götzen verehren.
All jene streben nach immer mehr,
doch bleiben dabei von innen leer.

Auf der Suche nach der Wahrheit,
traf ich Menschen, voller Falschheit.
All jene treten die Wahrheit mit Füßen,
und verbreiten unverhohlen ihre Lügen.

Auf der suche nach Menschlichkeit,
traf ich Menschen ohne Herzlichkeit.
All jene haben betäubte Herzen,
drum spüren sie keine Schmerzen.

Auf der Suche nach Gerechtigkeit,
traf ich Menschen, mit schandhafter Gleichgültigkeit.
Ihre Waage hat das Gleichgewicht verloren,
treiben sich herum mit anderen Toren.

Ich habe gesucht und gefunden,
nach so vielen einsamen Stunden.
Der Herr schenkte mir das Licht,
und plötzlich sah ich dein Gesicht.

Wie neu geboren

von Said Rezek 11.2.2010

Jetzt sitz ich hier,
bin ganz Nah bei Dir,
hab Angst, dass ich Dich verlier
und das Tier erwacht in mir.

Erst vor kurzer Zeit,
war ich weit entfernt von Dir, ganz weit,
war ganz allein, umhüllt von Einsamkeit,
denk ich an damals, hör ich noch heut, wie meine Seele schreit.

Verirrt und verzweifelt suchte ich nach Halt,
denn die Zeit ohne Dich war so eisig kalt.
Will nie mehr wieder von Dir weichen,
es fühlte sich an, als wär ich umgeben von Leichen.

Getrieben von meinen Trieben,
verlor ich den Draht zu meinen Liebsten.
Warf die Moral über Bord,
und fand mich wieder an einem gespenstischen Ort.

Die Vernunft hatte mich verlassen,
begann alles und jeden um mich herum zu hassen.
Verlor den Glauben an ein besseres Morgen,
hatte die Hoffnung auf Hoffnung verloren.

Als ich am wenigsten damit rechnete,
sandtest Du mir einen Engel, der mich rettete,
der mich aus meinem Albtraum weckte
und mir göttliche Hoffnung schenkte.

Wie aus dem Nichts, begann ein neues Leben,
von einen Moment, auf den nächsten, wie neu geboren.
Wie ein Verirrter in der Wüste, wartete ich auf Regen,
es prasselte Liebe auf mich nieder, welch ein Segen.

Auseinandersetzung

von Said Rezek 7.4.2010

Ich schreite voran, von Stufe zu Stufe,
wie ein Pferd, das galoppiert auf seinen Hufen.
Von früher, hör ich Stimmen, die mich rufen,
sind mir dicht auf den Fersen, nehmen mir die Ruhe.

Will nichts mehr als vorwärts gehen,
ohne mir dabei zu nah zu treten.
Doch so kann es nicht geschehen,
muss schonungslos in den Spiegel sehen.

Muss die Auseinandersetzung führen,
hinter die Fassade blicken,
den Blick in mein Innerstes richten,
den Schein hinterfragen, statt ständig zu nicken.

Die Wahrheit kommt nun ans Licht,
befreie mich aus ner verlogenen Schicht.
Der dichte Nebel hat sich verzogen,
ich sehe ein, hab mich oftmals betrogen und belogen.

Bei der Einsicht kann ich es nicht belassen,
muss den Schein ein für alle mal, hinter mir lassen.
Muss mich, aus mir selbst heraus befreien,
es ist an der Zeit, mir selbst zu verzeihen.

Scheideweg

von Said Rezek 4.5.2011

Ist es richtig oder falsch, wonach ich strebe,
bin ich auf dem rechten Pfad oder auf dem Irrwege,
dies frag ich mich, fast minütlich, auf meinem Wege,
mir ist nicht klar, wofür ich lebe.

Die Antwort darauf liegt in dir,
horche der Vernunft und vertrau auf dein Gespür,
Versuch das Tier in dir zu zügeln,
vertraue auf Gott, dass wird dich beflügeln.

Am Scheideweg bietet sich zweierlei,
an einer Entscheidung, führt kein Weg vorbei.
Entweder du belässt es dabei,
oder gehst den anderen Weg und bist dann frei.

Eins ist gewiss, so wird es nicht bleiben,
wie könnt es auch anders sein, solange Sand, ist noch am treiben.
Es liegt ganz und gar an dir,
ob du zum Mensch wirst oder zum Tier.

Beide Wege, sind dir bestens bekannt,
auf dem einen, hast dich stets verkannt.
Auf dem anderen, warst nicht immer heiter, doch dafür voller Eifer,
bist gestiegen, von Stufe zu Stufe, auf der Erkenntnisleiter.

Die Wahl liegt bei dir, ganz allein,
willst du werden oder dich sonnen im Schein ?
Willst du kämpfen oder flüchten ?
Willst du träumen oder streben nach Wissen ?

Nur bei Dir

von Said Rezek 29.5.2011

Zwischen Dir und mir, O Herr,
passt nichts dazwischen.
Wenn ich Dich verlier, O Herr,
hör ich auf zu existieren.

Zwischen Dir und mir, O Herr,
ist ein magisches Band,
führe mich näher zu Dir, o Herr,
es bringt mich um den Verstand.

Zwischen Dir und mir, O Herr,
herrscht Seelenfrieden,
suche die Nähe zu Dir, O Herr,
kann nicht genug davon kriegen.

Zwischen Dir und mir, O Herr,
herrscht blindes Vertrauen.
Ich suche Zuflucht bei Dir, o Herr,
nur bei Dir…

 

Nie wieder

von Said Rezek 24.6.2011

Hab so viel Zeit verschwendet,
hatte mich von Dir, O Herr, abgewendet,
Gott sei Dank, hat sich das Blatt gewendet,
denn Du hast mir reichlich Liebe gespendet.

Manchmal wünscht ich, die Dinge wärn umkehrbar
und so vieles wäre nie geschehen.
Denk ich daran, bin so verlegen,
will nie mehr wieder sein, so unbelehrbar.

Gott sei Dank überwiegt die Dankbarkeit,
sie tröstet mich hinweg über verschwendete Zeit.
Der Glaube an Deine absolute Barmherzigkeit,
schenkt mir die Gewissheit, dass Du O Herr, meine Sünden verzeihst.

Jetzt gilt es wieder aufzustehen,
mich mit Deiner Hilfe zu erheben,
nur noch Deine Nähe anzustreben,
will Dir nie mehr wieder, widerstehen.

Ich brauche Dich

von Said Rezek 23.6.2011

O mein Herr und Gebieter,
Dein hilfsbedürftiger Diener,
ist auf der Suche nach Dir.

Bitte zeig mir den Weg, was soll ich machen,
bin vom rechten Pfad, weit abgekommen,
hab mein Gleichgewicht verloren und fühl mich benommen.

Bin von jenem Berg gestürzt,
den ich kurz zuvor, erklommen habe.
Bin tief gestürzt, in das Tal der Tränen.
und laufe Gefahr unterzugehen.

Mehr denn je, brauch ich Dich, o Herr,
denn ohne Dich, bin ich geistig leer.
Du hältst mich über Wasser, denn Du bist mein Anker,
es ist wie es ist, Du bist und bleibst mein Retter.

Die Wahl liegt bei dir

von Said Rezek 25.1.2012

So viele deutliche Zeichen,
wenn sie doch bloß bedenken würden.
Verschwenden so viele Gelegenheiten
und wagen es Gott zu erzürnen.

Angst erfasst ihre Körperglieder,
auf den Schultern lastet schwere Schuld,
Das Gewissen, gibt akute kund,
wieder und immer wieder.

Keiner Schuld bewusst,
Trauer überwiegt,
über weltlichen Verlust,
wie er der Welt zu Füßen liegt.

Ein Sklave, gefangen im eigen Heim,
erfreut sich seiner ungemein,
sagt immer ja und niemals nein
bis tief in den Herbst hinein.

Wie den Herbst überwinden,
wenn die Kräfte schwinden,
Unwetter ziehen über das Land,
keine Unterkunft und kein Proviant.

Am Ende der Kräfte angelangt,
völlig auf dem Weg verrannt,
bis zu den Ohren im Treibsand versunken,
mit dem Tod längst abgefunden.

Die Zeit scheint still zu stehen,
dort wo die Hoffnung stirbt,
so wird es jenem ergehen,
der auf den Irrweg abirrt.

Von Lüsten getrieben,
dem Satan zu diensten,
vom Schein geblendet,
das Herz erblindet.

Kein flüstern ist zu leise,
auf dieser teuflischen Reise,
zu jeder Schandtat bereit,
in Liebeslust und Essgier, zu jederzeit.

Gestrandet in der Vergessenheit.
Verbannt in den Teufelskreis,
wie barfuß auf Glatteis,
gebrandmarkt bis in die Unendlichkeit.

Das Schrecken nimmt kein Ende,
doch das Ende naht.
Am Ende gibt’s keine Wende,
zu spät für jede Tat.

Die Zeit ist um,
du drehst dich rum,
fragst dich warum,
warst du so dumm.

Dein Schicksal lag in deiner Hand,
du hast es aus der Hand gegeben,
hast dich ohne klaren Verstand,
auf den Weg begeben.

Du hattest die Wahl,
ja zum Leben oder nein,
hast aufgehört ein Mensch zu sein,

angetreten zur Henkersmahl.

Gott wusste,
wie es kommen musste.
Dein Ziel war vorherbestimmt,
frei hast du dafür gestimmt.

Ya Allah

von Said Rezek 25.1.2012

In meinem tiefsten inneren ist mir klar,
mein Glück ist zum Greifen nah.
Nur einen Ruf entfernt, Ya Allah.

Jetzt wird mir alles klar,
Gott ist immer da,
wie wahr.

Mein Herz pocht,
mein Blut kocht,
meine Seele hofft.

Dort ist das Tor,
nur einen Schritt vor,
auf zur Arche Noah.

 

Worte

von Said Rezek 8.2.2012

Worte können wärmen,
wie Schmerzen bereiten.
Können Hoffnung verbreiten,
wie auch vereiteln.
Können Brücken zwischen Menschen errichten,
oder für ewig zugrunde richten.
Können tiefe Wunden heilen,
wie sie wieder aufreißen.
Können rein wie Wasser sein,
oder tückisch wie Wein.
Können Liebe vermitteln,
wie mit Hass vergiften.
Können Menschen wiederbeleben,
wie deren letzten Funken Hoffnung nehmen.
Können sein wie Trost, in höchster Not,
oder brechen gegen das göttliche Gebot.
Sei dir dessen immer gewiss,
so bedenke, bedenke, bevor du sprichst.

 
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