SUDAN / DARFUR
Die Aas-Geier
sitzen auf Position
und warten schon.
Wo kommt das Geld
für die Reitertruppen
denn wirklich her,
welche den dort
ansässigen Menschen
machen das Leben
so schwer.
wer bezahlt jene,
welche vertreibend
und mordend ziehen
durch ihr Land?
Auf wessen Geheiß
wird gelegt
diese blutige Spur
im Sudan, Region Dafur?
Wem ist dieser Staat
ein Dorn im Auge,
wer möchte,
daß er, nur er,
den fremden Reichtum
aussauge?
Es schreit hier
am lautesten nach
Ordnung und Recht,
welcher selbst handelt
grausam und schlecht,
und am meisten
mit Füßen tritt
das Menschenrecht!
Nun, diesmal
sitzt ein anderer Geier
an vorderster Front,
oder war das nur
ein genialer Schachzug,
ganz gekonnt?
Ich lese es,
und ich kann es
nicht fassen.
Wie sehr müssen
Menschen andere
Menschen hassen,
wie sehr müssen sie sie
verachten, daß sie
Auftrag geben für
ein derart grauenvolles
Schlachten!
Hört zu,
was ich Euch sage,
denn dies steht
ganz sicher außer Frage:
wer sich derart
menschenverachtend
verhält,
der ist es, auf den dereinst
Gottes
Schwert der Gerechtigkeit
mit aller Wucht
hernieder fällt.
2004 |
Trauriger Alltag
Mit ihren Stiefeln poltern
sie in ein jedes Haus,
zerren der Frau den Mann,
dem Kinde den Vater hinaus.
Das kleine Mädchen,
vor Entsetzen sitzt es zitternd,
mit weit aufgerissenen Augen,
schutzsuchend gelehnt
an die Wand
und sieht, wie ihr Vater
in der Soldaten Hand.
Sie sieht, wie er von ihnen
gezwungen wird
auf die Knie, die Hände
gefesselt auf dem Rücken,
so eng, daß das Blut
sich staut.
All das ist es, worauf das
kleine Mädchen da schaut.
Die Tränen benetzen
mein Gesicht, wenn ich denke
an dieses kleine Lebenslicht.
Tagtäglich geschehen derart
Dinge im Lande Iraq.
Wir ließen zu, das Solches
konnte geschehen, nur,
weil wir noch immer nicht
gelernt haben, zusammen
zu stehen und in eine
Richtung zu gehen.
Niemals wird dieses
kleine Mädchen vergessen,
was es geseh'n!
Es wird ihr immer wieder
vor Augen stehn!
Dieser Schmerz brennt sich
in ihr kleines Herz.
Ihr Recht ist es,
zu lernen, zu spielen und
zu lachen.und nicht,
solche Erfahrungen zu machen.
April 2004 |
UNWETTER
Starkes Sturmgebraus'
fegt ums Haus.
Regentropfen, die heftigst
an die Fenster klopfen.
Blitze, die vom Himmel rollen,
lautes Donnergrollen.
Nur der Wind pfeift
sein Liedchen dazu, ansonsten
ist aber ganz plötzlich
himmlischste Ruh.
Sie sind respekteinflößend,
diese Naturgewalten,
die unser Herr tat gestalten.
Ich muss daran denken,
dass Er weiß um jeden Tropfen
der vom Himmel fällt,
bei solch starken
Regengüssen;
es ist erfürchtiges Staunen,
was mich umfangen hält.
Die Birken vor dem Fenster
werden geschleudert
hin und her,
in diesem sturmbrausendem
Regenmeer.
Plötzlich lautstarker Männerchor,
aha, Deutschland traf
wohl ins Tor.
Nun ist es wieder still,
ganz, ganz leis,
nur der Wind pfeift
weiter seine Weis'
und die Bäume tanzen dazu.
Welch wohltuende Ruh!
Dicke Wolken türmen
sich zuhauf,
nun reißt ein Sonnenstrahl
sie auf.
Im wunderschönsten Farbenspiel
zeigt sich das abendliche Rot.
Welch atemberaubendes Schauspiel,
was der Schöpfer allen Seins
uns da bot.
2004
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