Im Namen des Erhabenen  
  Fatimah Zahra Cacha
 

Gedichte von Fatimah Zahra

Sammlung 15

GLÜCK

Allahumme, du führtest mich heraus
Aus der Dunkelheit ins Licht.
Dankbar ist mein Herz und übervoll des Glücks,
tagtäglich müh’ ich mich, denn enttäuschen,
das möchte ich dich nicht!
Viel Anstrengung lege ich auf
Der Sünden Verzicht,
denn ich weiß, es wird kommen der
Tag des Jüngsten Gericht.

April 2004

Gerechtigkeit erwache

Brutalität und Morde,
das sind die Zeichen
unserer Zeit weltweit.
Ein Großteil der Menschheit
gefangen durch Kriege,
jedoch es zeigte sich
immer wieder,
es führte für die Eroberer
nicht zum Siege.
Ständig heißt es:
das war der Islam!
Jedoch ist das nicht
oftmals eine Lüge
ganz infam?
Die Gerechtigkeit wird
aus ihrem tiefen Schlaf
erwachen und
als Friedenstaube
von schönster Anmut
und Pracht
wird sie sich in die
Lüfte erheben
und es wird
in ein jedes Haus
der Gerechtigkeit
friedliches Licht gebracht.


2004

 

HÄNDE

Hände, die zärtlich über
eure Körper streichen,
liebevoll euer Kind liebkosen;
sie sind blutbefleckt.
Es sind die Hände jener,
welche im fremden Land
vergewaltigten und mordeten
mit eben dieser Hand.
Euch nähern sie
sich gänzlich liebevoll,
jedoch im fremden Land
nahmen sie mir
grausamster Brutalität
Männer, Frauen und auch Kinder
mit eiserner Hand!
Wieso habt ihr euch nicht
voller Abscheu und Ekel
von ihnen abgewandt?!
Stellt euch nur einmal vor
man hätte völlig unrechtmäßig
euer Land überrannt,
euer Zuhause zerbombt, verbrannt,
hätte sich in
beschriebener Weise an euch
und euren Kindern vergangen.
Schreit euer Gewissen
denn da nicht laut,
wenn ihr auf jene an
eurer Seite schaut?!
Wie könnt ihr mit ihnen leben,
ohne euch voll Abscheu und
Ekel zu übergeben?!
Warum laßt ihr zu,
daß ein Yazid unserer Zeit
immer weiter und lauter nach
Muslimenblut schreit?!
Niemals taten die Menschen
im Iraq euch etwas an, also;
warum haßt ihr sie dann?!
Wie könnt ihr nur
diese Scheusale lieben,
die es im fremden Haus
derart widerwärtig trieben?!
Warum habt ihr kein
Mitleid mir diesen
gequälten Seelen,
welche EURE Liebsten
morden, foltern, vergewaltigen,
bestehlen?!
Seht euch gut eure Kinder an!
In vergewaltigten Frauen
reifen ihre Geschwister heran!

2004

 

HART WIE STEIN

Sie wollen mehr, immer mehr,
leben in Saus und Braus,
haben Geld und Reichtümer
und gar großes Haus.
Keiner müßte hungern mehr,
nähmen sie nicht das Geld
für ihre Prachtbauten her,
wie beispielsweise diesen
schrecklichen Protzbau
dort am Meer.

Kaufen Kinder für billiges Geld,
kein Skrupel, der sie davon abhält.
Wie verdreht ist denn nur
diese Welt?
Anstatt ihnen Bildung
und Zukunft zu geben
für ihr späteres Leben,
nein, da nutzen sie sie aus
für Rennen und zu ihrem
Zeitvertreib,

Sie leben in Palästen,
doch ach,
wie ist der Kinder Verbleib!
In armsel'gen Hütten,
im Sand und auf Decken
tun sie sie vor der Welt
verstecken.
Was fällt denen bloß ein,
daß sie so behandeln
die Kinder klein!
Ich frag mich,
ob ihr Herz ist aus Stein?!

Wie hart und grausam
muß eine Seele sein,
aus welch kaltem Gemäuer,
daß man an Kindern
so handelt, so ungeheuer!
Ihr Vergnügen ist ihnen
lieb und teuer,
was kümmert sie
der "Wegwerfartikel" Kind,
wo doch auf Erden
genügend davon sind.

Maßlos greifen sie nach dem,
was allen gehört,
bis ihre Umwelt völlig zerstört.
Man könnte meinen,
sie hätten keinerlei Kund
von der schon festgesetzten Stund',
jedoch, die heil'gen Verse,
wunderschön verließt sie
ihr Mund.

Kein Mensch müßte gehen
hungrig zur Ruh,
ein jeder könnt' machen
hinter sich eine Türe zu.
Sie werfen mit Geld
um sich in Mengen,
ich frag' mich,
was werden sie sagen
dem Herrn, dem Gestrengem?

Wer zu Hauf Reichtümer
vor den Armen verbarg,
für den ist des Herren
Strafe arg.
Das lernt und weiß
ein jeder Muslim ganz genau,
sie müssen doch wissen,
der Strafe entgeht man nicht,
ist auch noch so hoch der Bau.

Sie halten sich für
ach so schlau,
Jedoch,es
wird kommen ein Tag,
da ist alles zu spät,
da hilft kein Flehn,
hilft kein Gebet,
wenn sie stehen
vor ihrem Herrn,
die Flucht ergreifen
würden sie nur allzu gern.

Sie ernten jetzt,
was sie gesät,
für Reue ist es
nun zu spät.
Die, die sie quälten,
werden ihre Ankläger sein.
Nun sind sie es,
bei denen Not und Pein.

Was man an jenem Tage erblickt?
Nun,
ein jeder hat nur das gekriegt,
was er voraus geschickt!



2004

 

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