DIE ZEIT GENUTZT?
Dick verhangen mit
grauen Wolken,
regenträchtig und schwer,
so kommt der
neue Morgen daher.
Das Bett will man
kaum verlassen,
man fühlt sich irgendwie
bedrückt und leer
und wie die Wolken;
wattig und schwer.
Der Zeit hinkt man
beständig hinterher
und jeder Handgriff
fällt so unendlich schwer.
Die Gedanken kreisen
um die Vergänglichkeit
und um das Davonrennen
der Zeit,
Hat man sie, wenn der Tag
des Abens zur Neige geht,
bis zum Ende dem
Nützlichem geweiht?
Ist man überhaupt noch
in dieser Dunja,
oder ist man auf die
große Reise gegangen
fragt man sich da mit bangen.
Wie ist es wohl derzeit
um die Waagschalen bestellt,
hat sich Gutes zu
Gutem gesellt, oder hat man
letztendlich sich selbst
ein Bein gestellt?
Wie gut, daß man weiß,
der Herr am Tage des Gerichts
ist Gnadenvoll.
Und auf einmal findet
man diesen düsteren Tag
doch noch ganz wundervoll.
2004 |
EDELMUT
(die Mütter des Iraq)
Die Frauen gehen
vor das Haus und
weichen nicht den
Blicken der Soldaten aus.
Mit festem,
mitleidvollem Blick
sehen sie diese
Fremden an.
Ihre Augen füllen sich
mit Tränen,
es sind doch noch Kinder,
was hat man ihnen
nur angetan?!
Sehr viele senken dann
das auf die Frau
gerichtete Gewehr.
Sanft greift man sie
am Arm und
schiebt sie Richtung Haus
vor sich her.
Diese mutigen Frauen
zeigen ihnen die Wärme
und Schönheit des Islam,
gewähren ihnen
Gastfreundschaft,
Speis und Trank und
helfen, wenn mal einer
krank.
Man lädt sie zum
Wiederkommen ein,
welch Feldzug kann
menschlicher sein.
Angreifern gibt man
Nestwärme und
ein Zuhaus,
wie kehrt man besser
ungerechten Hass aus
betrogene Seelen
und Herzen raus.
So manchem Soldaten,
der daraufhin versuchte,
dem Wahnsinn
zu entkommen,
wurde das Leben von
seinen eigenen Leuten
genommen.
Mit deren
Kugeln im Rücken
liegt er im fremden Land
verblutend einsam im
heißen Wüstensand.
Aber sehr vielen konnte
die Flucht gelingen und
man konnte sie
außer Landes bringen.
Andere wiederum
wollten bleiben und helfen,
die Ungerechtigkeit aus
dem Iraq zu vertreiben.
Als ich dies hörte
von jenen, welche
es mehrfach miterlebt und
mit eigenen Augen gesehen,
ich war zutiefst ergriffen und
die Seele tat erbeben.
Man ist sprachlos, bei
so viel Edelmut !
Und was ist es, was sich
in unserem Lande tut?
Sollten die Muslime
unseres Landes und in
Kenntnis von diesen Dingen
vor Scham im
Erdboden versinken,
da wir es in einem
friedlichen Land nicht
zustande bringen,
unseren Nachbarn zu zeigen,
wir sind auch Bürger dieses
Landes, die nicht zur
Gewalt neigen.
Wir sind euch keine Gefahr.
Allen Menschen in
diesem Land reichen
wir die Hand.
Hier ist unsere Heimat,
hier ist unser Zuhaus,
des Staates Aufschwung
und Wohlergehen
liegen auch uns am Herzen.
Holen wir das Beste
aus uns heraus.
Nehmen wir uns ein
Beispiel an diesen
großartigen
iraqischen Frauen,
gehen wir auf unsere
Nachbarn zu im
Gottvertrauen.
Beweisen wir
den Menschen,
wie wichtig uns
unsere Heimat ist
und wieviel hier ein
Muslim dem friedlichen
Leben und Aufbau
beimisst.
2004
|
EIN AUFSCHREI
Allahumme,
stafe die Verbrecher,
welche kübelweise
ihre Jauche über
uns ergießen,
welche aus Lust
am Spaß unsere
Kinder totschießen!
Welche sich aufführen,
daseinsunwürdig,
wie nicht einmal
ein Tier!
Allahumme,
alle Macht ist bei Dir,
gib uns die Kraft,
dies zu ertragen,.
Hilf uns, daß wir
nicht hassen
einen jeden dieser
Verbrecher-Nationen.
ALLE, die gegen
dieses Unrecht
sind auf der Welt,
Allahumme mach,
daß es sie alle
zusammenhält,
daß es in ihrem
eigenen Land gibt
Menschen, die sich
erheben und sich
gegen diese
Verbrechen wenden.
Allahumme, laß die
Vernunft mit lauter,
donnernder Stimme
sprechen.
Allahumme,
es waren die eignen
Unseren, welche
verkauften
Anstand und Moral!
Allahumme, bestrafe
auch sie auf das
Härteste, deren
falsches Spiel
ermöglichte erst,
unserer Schwestern
grausigste Qual!!!
Allahumme,
rüttle die Muslime wach,
Allahumme, es ist
eine unglaubliche
Qual der Seelen und
ich kann meine
tiefste Verzweiflung
darüber nicht verhehlen.
Allahumme, hilf unseren
vergewaltigten,
gedemütigten Schwestern
und ihren Familein,
dies zu ertragen.
Allahumme,
tu ihnen niemals
Deine Hilfe versagen.
Laß diesen Schmerz
empfinden
alle Frauen der Welt,
auf daß es sie
gegen diese
unmenschlische Barbarei
in eine Reihe stellt.
Ihr Mütter, seht
euch
eure Töchter an,
dann stellt euch vor,
ihnen würde dieses
große Leid und Unrecht
geschehen,
würdet ihr dann nicht
voller berechtigter
Wut aufstehen?!
Wir Mütter
dürfen nicht zulassen,
Daß so ertwas kann
geschehen.
Ihr Mütter, die ihr
habt Söhne,
laßt nicht zu, daß die
Kriegsmaschinerie,
aus ihnen Barbaren
und verbrecherische
Marionetten macht,
wie diese,
welche anderen
so viel Leid gebracht,
jene, welche ihr gabt
unter Qualen das
Leben,
wie könnt ihr
mitansehen, was
für entmenschlichte
perverse Bestien
die Gier und das
Macht-Sreben
einzelner
hat gemacht!
ihr Mütter, habt ihr
für ein solches
Unrecht
eure Söhne auf
die Welt gebracht?!
2004 |