DER GABENTISCH
Langsam macht sich
Traurigkeit breit, denn
bald ist sie vorüber,
diese wundervolle Zeit.
Voll Gnade hat der Schöpfer
einen Gabentisch
bereit gestellt und der
Wohlgeruch des Glücks
breitet sich aus in der Welt.
Welche Geschenke davon
soll man nur wählen?
Es sind so viele,
man kann sie kaum zählen.
Der große Gabentisch,
er heißt Segen, und man
erreicht ihn auf des
Ramadans Wegen.
An jedem Tag werden die Gaben
von neuem,aufgefüllt und ein jeder
der sich daran bedient, wird in
Barmherzigkeit und Gnade gehüllt.
In diesem segensreichen Monat
finden die Herzen in demütigen
Gebeten Frieden und Ruh und
eilen auf ihren Schöpfer zu.
Ehe man es so recht
begreifen kann, rücken auch schon
die heiligsten, die letzten zehn
der Nächte heran.
Nun wird er noch um ein
Vielfaches aufgestockt, der
Tisch der Gaben und noch intensiver
kann man sich daran laben.
Diese Zeit hält die gewaltigste
Gabe bereit.
Es ist die Nacht der Nächte, deren
großartigen Reichtum der
Herr allen Seins uns schenken möchte.
Ihr Segen ist von so ungeheurer Macht,
daß man sie auf keinen Fall
verpassen möchte,
diese segensreiche Nacht,
so voller Pracht.
Diese Nacht ist so voller Lohn für des
Adams Tochter und Sohn.
In ihr wurde unser heiliges Buch
herabgesandt und machte sich
als Ganzes mit unserem edlen
Gesandten bekannt.
Ein ganzer Monat ist
vorbeigehuscht im nu
und macht nun hinter sich
die Türe zu.
2004 |
DER SAMEN
Man selbst möchte zerspringen
vor lauter Glück,
Warum weisen so viele
seine Einzigartige Liebe
und Gnade zurück?
Es ist doch in einer jeden
Seele der Samen der Liebe
zu Ihm gepflanzt, warum wird
dann soviel nach der
Pfeife des Shaitan getanzt?
Diesen Samen der Erkenntnis
kann doch ein jeder in sich
bringen zum Erblühen,
ganzlich ohne großartiges
bemühen.
Das Pflänzchen kann
heranwachsen zu einem
stattlichen Baum,
seine Wurzeln tief und fest
verankernd im Boden.
Die Krone voll Erntegut,
Früchte in Füllen,
so süß und schwer;
am abrechnenden Tage
ein beachtlich Heer.
Erst wenn sie in
größter Not rufen sie
Ihn als rettendes Boot.
Dann wissen sie,
daß es Ihn gibt, Jenen,
Der alles hält in Seiner
allmächtigen Hand.
Dann plötzlich haben sie
sich Ihm zugewandt.
Muß denn erst
ein Unglück geschehen,
damit sie die Wahrheit sehen?
Nutzt man Seele und Verstand
kann man ganz deutlich erkennen
und auch sehen, es weist alles
auf den einen Schöpfer hin.
Aber nein, sie müssen
jede Wahrheit verdrehen,
bis jeder Sinn ist entstellt,
und so erklären sie mit unlogischen
Dingen das Dasein und die Welt,
weil ihr Lügengebäude
ansonsten auseinander fällt. 2004 |
DER SIEGER
Tränen der Freude
benetzen mein Gesicht
über einen jungen Mann,
der im Wettstreit stemmte
schweres Gewicht.
Auf seiner Brust prangt
der Name von Abbas, eines
der Helden von Kerbela,
strahlend vor Glück,
so steht er da
und der Betrachter spürt,
er ist seinem Herrn
ganz nah.
Nach seinem Sieg im
Gewichtehochheben
ließ er unser geliebtes
Ahl-ul-Bait hochleben.
Möge er noch viele
Siege erringen und
Ahl-ul-Baits
Lobeshymne bringen.
Vor Glück strahlend
schön wie ein Stern,
kündet er von
der Gnade seines Herrn.
2004 |