| Wie funktioniert Gleichschaltung in einem demokratischen System? Auch wenn es viel Kritik an Deutschland gibt, so wird doch niemand bestreiten, dass es zumindest demokratische Züge in der deutschen Gesellschaft und im politischen System gibt. Umso erstaunlicher ist es, wenn viele Medien eine Art totale Gleichschaltung vorleben. Wie kann das sein? In Deutschland gibt es Wahlen vom kleinen Vereinsvorsitzenden im Kegelverein bis hin zur Bundestagswahl. Manche Verantwortungsträger werden direkt gewählt, andere indirekt. Die föderale Struktur sorgt für ein dezentrales System. Umso erstaunlicher erscheint es, dass in den Medien zuweilen außerordentliche gleichgeschaltete Züge zu erkennen sind, die zum einen mit einer halbwegs funktionierenden Demokratie nicht zu erklären sind, andererseits aber gleichzeitig extrem demokratiegefährdend wirken. Nur woran kann das liegen, wenn es keine Gleichschaltung “von oben“ gibt, wie bei Hitler? Zuletzt wurde die nahezu völlige Gleichschaltung deutlich bei der jüngsten “Terrorwarnung“ aus dem Bundesinnenministerium, welchen sämtliche Blätter völlig kritiklos übernommen und weitergetragen haben als eine Art “Regierungsblätter“. Aber auch bei der vergleichsweise “zurückhaltenden“ Berichterstattung des ersten anti-islamischen Mordes im Land, bei der Iranberichterstattung und bei der Finanzkrise sprechen viele Blätter eine sich nur durch Nuancen unterscheidende Sprache. Prinzipiell gibt es kaum mehr einen Unterschied zwischen der Bild-Zeitung und der Frankfurter Rundschau; sie sprechen nur unterschiedliche Bildungsstände an. Beide stehen uneingeschränkt hinter Kapitalismus und Imperialismus und allem, was man heute als “Westliche Welt“ bezeichnen würde, sei es für die Menschheit nützlich oder verbrecherisch. Lediglich, weil der Leser der Frankfurter Rundschau gebildeter ist, ist die Unterstützung etwas “differenzierter“ und nicht mit nackten Frauen garniert. Dennoch wird man nicht behaupten, dass der Chefradeakteur der Bild-Zeitung und der Frankfurter Rundschau (um nur dieses Beispiel zu nutzen), das gleiche Gedankengut vertreten. Wie kommt es dann, dass dennoch beide so gleichgeschaltet arbeiten? Zunächst einmal ist festzustellen, dass die Chefredakteure der Springer-Presse, Spiegel, Focus, FAZ, Frankfurter Rundschau und anderen “Meinungsmachern“ von niemandem im Land demokratisch legitimiert sind. Daher ist der Anspruch dieser Blätter, sie würden Demokratie verteidigen, geradezu absurd! Was aber der entscheidende Faktor aller dieser Blätter ist, ist die Tatsache, dass kein einziges Blatt “unabhängig“ Nachrichten und Meinungen vertreten kann und darf, denn es handelt sich eben nicht und “unabhängige“ Unternehmen, sondern um rein kapitalistisch orientierte Wachstumswahnkonzerne! Jedes dieser Medien ist selbst ein Unternehmen, dass in das System “eingebettet“ ist, über das es berichten soll. Die Zeitungen sind vergleichbar einem Werksblatt, dass auf dem Gelände des Werks für die Werksangehörigen publiziert, wobei das Werk der Kapitalismus ist. So leben z.B. viele Blätter von den Werbeeinnahmen. Die Werbeeinnahmen kommen von den großen Konzernen und Banken, die teils seitenlange Anzeigenkampagnen starten. Welche Zeitung kann es sich da “leisten“, gegen jene Konzerne, gegen jene Banken zu schreiben? Sicher etwas Kritik wird immer geäußert, um die Glaubwürdigkeit zu steigern, aber prinzipiell gibt diese Art der Hofberichterstattung niemals zu, dass das gesamte Bankensystem die gesamte Westliche Welt an den Abgrund gefahren hat und jetzt gewillt ist, einen Schritt weiter zu gehen! Würde man jene Machenschaften aufdecken, würde man in aller Deutlichkeit schreiben, dass das gesamte Bad-Bank-Konzept mit den sogenannten toxischen Papieren ein einziger grausamer Betrug am Bürger und eine Art kapitalistischer Putsch gegen die Bevölkerungen der Westlichen Welt darstellen, dürften die Anzeigen von Commerzbank, Deutsche Bank usw. nicht mehr im gewünschten Maß fließen. Am zuletzt angedeuteten Beispiel kann aufgezeigt werden, wie die Medien – anstatt die Bevölkerung aufzuklären – sogar die Sprachregelung derjenigen übernehmen, die jene Finanzkatastrophe für die gesamte Welt bewirkt haben und jetzt die betrügerischen Begrifflichkeiten der Menschheit – und vor allem den Medien – vorgeben. Wer verpflichtet die Medien, den Begriff “Bad-Bank“ zu etablieren und weiterzutragen? Warum entwickeln die Medien nicht eigene zutreffendere Bezeichnungen, damit das Volk nicht derart offensichtlich betrogen wird? Wissen die Chefredakteure denn nicht, dass eine Bad-Bank nichts anderes ist, als eine vom Volk gestützte über Jahrzehnte laufende Subvention der Banken zur Stützung ihrer unermesslichen Geldgier, wobei sämtliches Risiko auf die Bürger verlagert wird! Bad-Banks sind nichts weiter als vom Volk zu bezahlende Insolvenz-Abwehr-Fonds für Banken! Warum müssen alle Banken bereits die Begrifflichkeit so unkritisch übernehmen? Der Begriff “Bad-Banks“ impliziert aber auch, dass es Good-Banks gibt. Haben Banken ihre “toxischen Papiere“ erst einmal in die Bad-Banks verlagert, sind sie dann “Good-Banks“. Aber warum heißen toxische Papiere eigentlich so? Stellen Sie sich vor, ein Mulitmillionäre spielt in seiner unermesslichen Geldgier für eine Million EURO Lotto, da er seine kapitalistischen Wahn nicht hinreichend befriedigen kann und in der Hoffnung, dass er auf einen Schlag mehrere Millionen dazu bekommt, weil im Jackpot gerade 20 Millionen sind. Am Montag darauf sind seine Lottoscheine kaum noch etwas wert, da er die Zahlen verfehlt hat und nur einige Dreier und Vierer gelandet hat. Würde man jetzt von “toxischen Papieren“ sprechen oder schlicht und einfach von wertlosen Papieren die ein Verrückter verzockt hat? Muss der Lotto-Verrückte nur groß genug sein und das Lotto-Spiel überdimensional, dass der gesunde Menschenverstand ausgeschaltet, die gesamte Menschheit ruiniert und die Lottospieler zudem subventioniert werden? Und was ist eigentlich eine Kreditklemme? Wenn die Banken mehr oder weniger inzwischen zinslos an Geld herankommen, es aber dennoch nicht bereit sind, weiter zinsträchtig zu verleihen, wovon leben sie denn dann? Wovon bezahlen sie die Mitarbeiter und die vergoldeten Empfangsäle? Warum hinterfragt das niemand “unabhängig“? Warum schreibt das niemand von der Hofberichterstattung in aller Deutlichkeit? Er schreibt es nicht, weil sein Blatt genau so auf Basis des Wachstumsirrsinns funktioniert. Sein Blatt ist ein “Diener“ des Kapitalismusgötzen! Das ist – nebenbei erwähnt – auch der Grund dafür, dass der Glaube an den einen Schöpfergott kollektiv bekämpft wird, denn wer Gott dient, befreit sich vom Kapitalismusgötzen und das erlaubt jener Götze nicht. Der Schöpfergott ist der einzige Gott, der dem Menschen die Freiheit gibt, ihn abzulehnen, und ihn fairerweise auf die Konsequenzen aufmerksam macht. Was hier am Beispiel der Bankenkrise exemplarisch aufgezeigt wurde, kann genau so auf die Berichterstattung über Honduras, wo die verbrecherischen Putschisten als “Übergangsregierung“ betitelt werden, die Berichterstattung über innere und äußere Konflikte, die Angriffspläne Israels auf den Iran (müsste die Westliche Welt nicht laut aufschreien?) usw. übertragen werden. Es ist immer das gleiche Prinzip! Wer den Kapitalismusgott und dessen größte Diener kritisieren würde, seien es Putschisten oder Rassisten, der würde im Rahmen des Kapitalismus nicht mehr wachsen können. Ohne Wachstum aber ist man im kapitalistischen System zur Pleite verurteilt, da das gesamte System auf Zinsen aufbaut, ein globales Schneeballsystem, das früher oder später zum Zusammenbruch verurteilt ist. Der einzige Weg, eine gewisse Unabhängigkeit zu erlangen, könnte für Massenmedien darin bestehen, dass sie eben nicht von ihrem medialen Geschäft leben, sondern von anderen Einnahmen. Warum sollte aber ein Multimillionär, der Jahrzehntelang ein Bestandteil des kapitalistischen Systems war, sich plötzlich läutern und ein alternatives Blatt fördern? Nun ist aber nicht zu bestreiten, dass es trotz umfassender Gleichschaltung immer noch einige – zumeist als “Links“ bezeichnete – Blätter gibt, die wenn auch im sehr kleinen Rahmen, ein gewisses Maß an alternativen Meinungen zulassen. Beim Israel-Massaker im Gaza aber auch bei der letzten Iranberichterstattung, gab es einige wenige “antiimperialistisch“ Blätter, die zumindest ein Minimum an Meinungsvielfalt ermöglicht haben. Warum aber können derartige “Meinungsmacher“ nicht “wachsen“ und bedeutsamer werden? Die Antwort darauf steckt wiederum im kapitalistischen System. Sobald jene Blätter wachsen würden, sobald sie so viele Mitarbeiter hätten, dass die Finanzreserven nur wenige Tage reichen, sind sie auf Einnahmen “angewiesen“, um sich nicht zu verschulden. Und jene “Einnahmen“ kämen dann aus Werbeanzeigen, die sicherlich wegbrechen würden, wenn man diejenigen zu sehr kritisiert, die die Anzeigen aufgeben. Die Zeitung hätte also nur dann eine Chance, wenn sie sich wirklich ausschließlich von den Einnahmen durch den Zeitungsleser, also von den Einnahmen des Zeitungsverkaufs finanzieren könnte. Das aber ist nur bei kleinen Lokalblättern möglich, die von einigen Zeitungsboten im näheren Umfeld verteilt werden. Ansonsten wären allein die Postgebühren höher, als die Zeitung heute kostet! Und wer wäre schon bereit jeden Tag 2 EUR für die Tageszeitung auszugeben? Der Kapitalismus funktioniert diesbezüglich perfekt. Er lässt niemandem innerhalb seines Systems aufsteigen, der die Unmenschlichkeit des Kapitalismus anprangern würde. Nicht zuletzt aber trägt der Bürger eine gehörige Portion Mitschuld! Denn er lässt sich zu leicht manipulieren, und zwar sehr freiwillig! Niemand ist verpflichtet die Bild-Zeitung zu kaufen, und niemand muss sich die nackten Frauen auf der ersten Seite ansehen! Aber die Animation der menschlichen Triebe wirkt immer noch viel zu effektiv gepaart mit dem Faktor, dass das Blatt ja fast verschenkt wird. Triebgier gepaart mit Geldgier wird ja nicht nur vom Kapitalismus angeboten, sondern auch vom Konsumenten gewünscht. Darauf aufbauend gibt es auch ergänzende Wege, die Menschen irre zu leiten. Gutes Beispiel dafür sind die Ereignisse um die erste Kopftuch-Märtyrerin Deutschlands. Während die Hofberichterstattung diesen Supergau kapitalistischen Rassismus’ am liebsten verheimlicht hätte (Kapitalismus braucht immer ein Feindbild um von den eigenen Verbrechen abzulenken), wurde der Fall unter Muslimen intensiv und sachlich diskutiert. In alle muslimischen Foren begann die Diskussion zunächst mit harscher Kritik an der Anti-Islam-Hetze im Land allerdings mit gleichzeitigen sachlichen Hinweisen darauf, dass man sich mit der Mehrheit der entsetzten Bevölkerung solidarisiert. Doch die Kapitalismuspresse wurde die Geister nicht so einfach wieder los, die sie selbst gerufen hat! Gleich mehrere Online-Auftritte der Hofberichterstattung mussten ihre Kommentarfunktionen sperren angesichts der unvorstellbaren Anti-Islamischen-Hetze, die genau auf jene Blätter zurück fiel, die sie initiiert hatten. Was wäre die sachlich-logische Konsequenz? Man müsste seinen schweren Fehler eingestehen, Reue zeigen und gegen den kapitalistischen Rassenwahn entgegen steuern! Aber was macht die Hofberichterstattung? Sie macht genau dort weiter, wo sie aufgehört hat. Der Rassismus gegen Muslime wird jetzt einfach nur “umgelenkt“ auf einen Rassismus gegen “Russlanddeutsche“, zu denen der Mörder gehörte. Wieder wird das Schubladendenken bedient, wieder wird gehetzt! Völlig verblendete Menschen, die sich selbst Muslim nennen, sowie V-Leute des Kapitalismus tragen solche Gedanken dann auch in muslimische Foren, um damit den nächsten Konflikt, das nächste Verbrechen, und seien es lediglich verbrecherische Gedanken, aufzubauen. Aber die Wurzel des Übels sind weder Muslime noch Russlanddeutsche. Alle Menschengruppen habe gutherzige und weniger gutherzige Menschen unter sich! Fast alle Menschen streben Frieden und Freiheit in Gerechtigkeit an. Fast alle Menschen suchen Wohlstand und Gesundheit. Es ist der Kapitalismus, der den Menschen das Leben zu Hölle macht! Es ist die Dominanz des Kapitalismus in dieser Welt, das zu mehr Hungertoten den je zuvor, zu mehr Waffen denn je zuvor, zu mehr Verschuldung, mehr Familienzerstörung, mehr Abtreibungen, mehr Kinderpornographie, mehr Umweltzerstörung usw. denn je zuvor in der Menschheitsgeschichte geführt hat. Und es ist genau jeder Kapitalismus, der die Gleichschaltung der Medien bewirkt, nicht durch eine Diktatur durch Menschen, sondern viel subtiler durch eine Diktatur des Systems, in dem die Menschen beliebig ausgewechselt werden können. Wenn die Menschheit sich befreien will, dann muss sie genau jene Mechanismen intensiver studieren und im eigenen Leben durch Selbsterziehung und Vorbildfunktion umsetzen. So lange die Bild-Zeitung die meistgelesene Zeitung in Deutschland ist, so lange kann Deutschland nicht frei sein, und jeder Käufer ist mitschuld. So lange Migranten aus der Türkei die türkische Bildzeitung Hürriyet konsumieren (die zum Teil Springer gehört), so lange passen sie sich nur der Falschheit an; sie sind “integriert“. Jeder Mensch hat einen “Gott“. Wer sich selbst und seine Triebe zum Gott hat, kauft die nackte Frau der Bild-Zeitung. Und wer die Geldgier zum Gott hat, betet den Kapitalismus an. Nur der Glaube an den wahren Schöpfergott und das aufrichtige Streben nach Wahrheit, kann all dieses Unheil überwinden helfen. Die meisten christlichen Kirchen in Deutschland haben aber leider aufgehört, eine wahre Befreiungstheologie zu lehren. Ihre aktuelle Kritik dient nur dem Systemerhalt. Dabei fordert Jesus uns mit Blick auf die Symbole von geprägten Münzen auf, dem Kaiser zu geben, was ihm gehört. Wir müssen das gesamte bestehende Geld- und Finanzsystem den Kapitalistenkaiser zurückgeben, während wir sein System ablehnen und ein eigenes gerechteres System versuchen zu etablieren. Der Weg dorthin mag noch weit sein, aber gerade deutsche Muslime sollten hier zumindest die gedankliche Vorarbeit leisten, auch um unsere Gesellschaft in Deutschland, dessen Teil wir sind, befreien zu helfen. Die Selbsterziehung ist dabei der beste Ansatz!
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- Re: Wie funktioniert Gleichschaltung in einem demokratischen System? Uwe Göthel 07.07.2009 23:06
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- Re: Wie funktioniert Gleichschaltung in einem demokratischen System? Michael Feisal Thomas 07.07.2009 08:01
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