| Die Verzweiflung der westlichen Propaganda und Verse auf Speeren Während im Iran die gesamte Bevölkerung gespannt auf die Freitagsansprache des Oberhauptes der Islamischen Revolution Imam Chamene’i in einer Stunde wartet, ist sich die Westliche Propaganda nicht mehr so ganz einig, was sie tun soll. Während ein Teil die verbale Eskalation zurückfährt, drückt der andere Teil seine Verzweiflung durch drastische Maßnahmen aus. Ein anschauliches Beispiel und schulbuchmäßiges Analyseobjekt für westliche Propaganda war gestern die Sendung busch@n-tv beim privaten Nachrichtensender n-tv. Unter dem Titel „Iran und Israel - Hardliner pokern am Abgrund“ wurde fast ausschließlich über den Iran diskutiert. Gäste im Studio waren der ehemaliger Botschafter Israels Avi Primor und der Bundestagsabgeordneter der Grünen Omid Nouripor. Letzterer hat eine dermaßen feindliche und alle Realitäten sprengende Haltung gegen die Islamische Republik Iran eingenommen, dass ihn der israelische Botschafter manchmal bremsen musste. Er sprach von zwei Millionen Demonstranten auf der Straße und von zu erwartenden Schießbefehlen usw.. Man stelle sich nur einmal vor, dass irgendein deutscher Sender bei einem Thema, bei dem fast nur über Israel diskutiert werden sollte, ein Anhänger der Islamischen Revolution und ein antizionistischer Jude eingeladen worden wären. Die komplette Redaktion hätte anschließend sich einen neuen Job suchen müssen, und zwar außerhalb von Journalismus, da keine Redaktion sie jemals wieder aufgenommen hätte. Inzwischen verdichten sich aber auch die überprüfbaren Hinweise, dass die sogenannte “Opposition“ im Iran, selbst nach westlichen Maßstäben die Wahlen verloren hat. So ist z.B. von ca. 650 Wahlbeschwerden die Rede. Die schwersten Vorwürfe richten sich gegen einzelne Wahlbezirke und Wahlurnen, bei denen teils von Manipulation die Rede ist. Kleinere Vorwürfe beziehen sich auf organisatorische Mängel. Dazu muss man wissen, dass es im Iran ca. 46.000 Wahlurnen bei der Wahl gab, wobei im Schnitt jede Wahlurne 1000 Stimmen zu verkraften hatte. Diese nachzuzählen ist nicht zu schwer. Aber selbst wenn man annehmen sollte, dass alle Vorwürfe sich gegen Wahlurnen richten, in jenen Wahlbezirken sämtliche Stimmen an die “Opposition“ geflossen seien und Ahmedinejat keine einzige Stimme erhalten hat und zudem annehmen sollte, dass sämtliche Stimmen der “Opposition“ sich auf Mousawi konzentriert haben, würde es nicht reichen, die absolute Mehrheit Ahmedinejats zu brechen. Mehr Wahlurnen aber, als von den unterlegenen Kandidaten angezweifelt, wird der Wächterrat kaum überprüfen lassen. Und diese einfache Rechnung dürfte inzwischen auch dem einen oder anderen westlichen Propagandisten aufgefallen sein. Manchen fällt es – trotz aller Liebe zur Islamischen Republik Iran – schwer, zuzugeben, dass insbesondere deutsche Journalisten in ihrer Arbeit im Iran behindert wurden! Aber es führt kein Weg daran vorbei: Sie wurden behindert und teilweise drastisch eingeschränkt! Allerdings fällt dabei deutlich auf, dass es die Journalisten verschiedener Länder unterschiedlich deutlich getroffen hat. Die schwersten Einschränkungen haben mit Abstand deutsche Journalisten erfahren! Hier wäre es angebracht einmal darüber nachzudenken, ob das allein am Iran liegt und warum der Iran deutsche Journalisten anders behandelt, als sonstige Westliche und diese wiederum anders als Nichtwestliche. So zu tun, als wenn es in Deutschland die “absolute“ Meinungsfreiheit gäbe und im Iran nicht, grenzt an übelste Heuchelei. Jeder Journalist, der hier in seiner Reprotage z.B. den Holocaust auch nur im Geringsten anzweifeln würde, würde sofort seine Akkreditierung verlieren und müsste mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Jeder ausländische Journalist, der in seiner Reportage indirekt zum Umsturz in Deutschland aufrufen würde oder gar gewalttätige Verfassungsfeinde unterstützen würde, müsste mit Konsequenzen rechnen! Genau das aber ist im Iran geschehen, selbst wenn es einige in der Westlichen Welt nicht wahrhaben wollen. Allen voran manche deutschen Journalisten haben aus den Protesten gegen das Wahlergebnis einen Umsturzversuch gemacht und geradezu “genüsslich“ davon berichtet, in ihren Kommentaren ihre Sympathie für einen Umsturz verdeutlich und für Sender berichtet, in denen offen zum Umsturz aufgerufen wurde, bis sie nicht mehr durften. Wir erinnern daran, dass der wegen Terrorismus und Flugzeugentführung gesuchte Ex-Ministerpräsident Bani Sadr über das ZDF faktisch zum Umsturz im Iran aufrufen durfte. Es ist daher eher überraschend, dass die Journalisten jener Sender nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen im Iran rechnen müssen. Was die Interpretation der Geschehnisse im Iran angeht, so muss erneut darauf hingewiesen werden, dass 30 Jahre nach der Revolution 85% der wahlberechtigten Bevölkerung an den Wahlen teilgenommen hat! Diese Zahl ist auch von der Opposition nicht bezweifelt worden! Welche Revolution der Welt kann das von sich behaupten bei Wahlen, bei denen zwischen vier Kandidaten entschieden werden konnte. Alle vier Kandidaten sind mit den Parolen der Islamischen Revolution angetreten! Während westliche Journalisten ausschließlich Schickimicki-Puppen interviewen, verheimlichen sie zumeist die Tatsache, dass z.B. Mousawi sofort aussteigen und sich von der “Opposition“ distanzieren würde, wenn irgendwelche Parolen gegen die Islamische Republik Iran und/oder gegen Imam Chamene’i gerufen werden würden! Die “Opposition“ tritt mit der Farbe grün mit Bezug auf den Islam und den Propheten des Islam auf! Sämtliche Versuche der Westlichen Welt es anders zu interpretieren, rührt von der selektiven Wahrnehmung basiert auf Schickimicki-Puppen als Informationsquelle. Der grünen Flaggen erinnern etwas – wenn auch im extrem harmloseren und nur teilweise vergleichbaren Maßstab – an ein Ereignis in der islamischen Geschichte, als die Gegner der damals lauteren Führung eine Niederlage dadurch zu kaschieren suchten, indem sie Verse des Heiligen Qur’an auf ihre Speere befestigten und diese demonstrativ hoch hielten. Sie wollten damit sagen: Seht her, auch wir treten für den Islam ein. Schaut man sich nicht allein die Männer, die im Vordergrund stehen, an, so wird die Parallele deutlicher. Damals wie heute agiert ein Mensch im Hintergrund, der vor allem durch Korruption und eine unvorstellbare Anhäufung von materiellen Gütern aufgefallen ist, wogegen sich die Anhänger der wahrhaftigen Führung wehrten. Vieles, was in der islamischen Geschichte geschehen ist, war für viele Muslime unvorstellbar. Wie konnten Muslime, die teilweise den Propheten gesehen hatten, aufgehetzt von Muawiya sich gegen Imam Ali stellen, noch dazu mit dem Islam als Argument. Sahen sie denn nicht, in welchem Reichtum Muawiya schwelgte, welche verkommenen Söhne er hatte, wie er Milliarden verprasste und in was für Palästen er wohnte? Nein, viele Soldaten auf dem Schlachtfeld sahen das nicht! Sie wußte auch gar nicht, wer ihr “Oberkommandierender“ war. Sie kannten nur ihren vorgesetzten Offizier, und dem vertrauten sie. Als dieser sie dazu aufrief Qur’an-Verse zu nutzen, kam ihnen das sehr entgegen. Nicht anders ist es auf dem heutigen “Schlachtfeld“ der medialen Propaganda. Der kleine Demonstrant auf der Straße im Iran, insbesondere die weniger politisch gebildete und daher vom Westen favorisierte Schickimicke-Jugend vertraut ihrem “Kommandanten“ Mousawi, der im Namen des Islam auftritt und nicht gegen die Islamische Republik Iran agiert, sondern für sie. Die Wenigsten aber wissen, wer hinter Mousawi steckt. Sollten eines Tages einmal Historiker nicht nur die Zeit von vor Tausenden von Jahren untersuchen, sonder sich auf die letzten wenigen Wochen konzentrieren, können sie ganz genau verfolgen, wann die Westliche Welt in jene für sie völlig aussichtslose Wahl “eingestiegen“ ist. Es begann mit dem Fernsehduell Ahmedinejats gegen Mousawi. Zwar war Mousawi – auch nach Ansicht neutraler Beobachter – hoffnungslos unterlegen gewesen, aber Ahmedinejat hatte etwas gesagt, was im Iran wie eine Bombe einschlug. Er hatte gefragt, woher die Milliarden der Söhne von Rafsandschani stammen würden? Daraufhin hat Rafsandschani einen offenen Brief an Imam Chamene’i formuliert, in dem er diesen aufgerufen hat Ahmedinejat zu mäßigen, da das Volk im Iran sonst einen “Vulkanausbruch“ erleben würde. Jener eigene Brief hat Rafsanjani derart entlarvt, wie es jahrelange Arbeit seiner Kritiker im Iran nicht hätten bewirken können. Mullahs, die von dieser Art von Macht profitiert haben, protestierten ebenfalls. Und erst jetzt sah die Westliche Welt ihre Chance gekommen und stieg mit der geballten Macht ihrer Mediengewalt in das Geschehen ein! Dem Westen geht es dabei nicht um Demokratie (siehe dazu das Verhalten des Westelens in Palästina oder Saudi-Arabien). Es geht ausschließlich um einen Kampf gegen die Islamische Republik Iran; dem Flaggenträger im Widerstand gegen westliche Hegemonialbestrebungen. Dass man sich dafür auch mit korrupten Kräften verbünden muss, hat westliche Interessen noch nie gestört. Aber die Westliche Welt hat sich – einmal mehr – in der Islamischen Republik Iran verkalkuliert. Die Islamischen Republik Iran wird aus dieser Situation gestärkter als je zuvor heraustreten und die Westliche Welt geschwächter als je zuvor. Muslime in der ganzen Welt lernen durch aktuelle Geschehnisse die eigene Geschichte besser kennen und verstehen, und vor allem sehen sie, dass die Geschichte sich umkehrt! Einstmals war am Ende Imam Ali unterlegen, weil seine Anhänger den Propagandatricks der Gegner aufgesessen sind. Der heutige Imam Ali Chamene’i und seine Anhänger obsiegen und helfen, die ungerechte Weltordnung zu überwinden. Das stärkt auch die Hoffnung aller gläubigen Muslime im Iran und außerhalb auf die Zukunft.
Voller Dankbarkeit warten wir auf die Freitagsansprache Imam Chamene’is in ca. einer Stunde. Seine sicherlich versöhnlichen Töne werden vielen eine weitere Chance geben, sich zu läutern, auch uns. |
