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Re: Warum Obama schlimmer ist als Bush und warum ihn der Westen liebt

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Von Reinhard Foertsch am 07. Juni 2009 18:40:54:

Als Antwort auf: Warum Obama schlimmer ist als Bush und warum ihn der Westen liebt von Yavuz Özoguz am 05. Juni 2009 11:05:29:

Die Frage ist natürlich schon, ob sich wirklich nur westliche Stimmen den Obama zurechtbasteln, den sie für ihre Zwecke brauchen? Den bösen US-Amerikaner brauchen auch andere als zentrales Element ihrer Weltkonstruktion, und ich versuche aus dem Artikel herauszulesen, daß der Muslimmarkt nicht zu jenen gehört. Wobei es für beide Seiten gefährlich ist, ihre politisch-ideologischen Systeme auf Feindbilder aufzubauen. Es ist ja sicherlich allen klar, daß man damit der Wahrheit nicht näher kommt. Ein früherer Artikel zu dem Thema, was sich bei einem Bundeskanzler Dr. Yavuz Özoguz ändern würde, bot ja gerade deswegen eine Öffnung der Perspektive, weil er sich aus der Position der Kritik in die Position der Adressierung realer Probleme bewegt. Es würde historisch und soziologisch einfach zu kurz greifen, die USA für unreformierbar zu erklären und damit keinerlei systemgetragenen« Menschen aus den USA mehr zuzubillgen, daß sie es eventuell ehrlich meinen oder sogar etwas bewirken könnten. Dann hätte es weder Gorbatschow noch Juan Carlos von Spanien geben können, die jeweils im Kern eines Systems (UdSSR, Franco-Faschismus) sozialisiert wurden, das sie danach abgeschafft haben.
Sicherlich war und ist es verfrüht, in den Äußerungen Obamas reale, notwendige Änderungen vorweggenommen zu sehen. Ich würde aber behaupten, daß das Gegenteil ebenfalls immer noch verfrüht ist. Jedenfalls für mich, der ich mit Sicherheit der Einsicht in die Zukunft ermangele. Dafür würde ich jedoch das Wort Herbert Wehners in Anspruch nehmen, der einer Frage eines Journalisten zu einem noch im Fluß befindlichen Problematik entgegenhielt: »Ich weiß nichts, und Sie ... wissen ... auch ... nichts«. Das mag sich ändern mit der Zeit, und dann werden wir sehen, was Prognosen Wert sind. Vielleicht sollte man über eigene Prognosen mal eine Statistik führen, das reduziert ggf. mit der Zeit ihre Anzahl.



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