| Danke für die klaren Worte und die treffende Einschätzung Obamas. Ich bin froh, dass der neue USA-Präsident seine Standpunkte noch schnell vor der Wahl im Iran so deutlich dargelegt hat. Im Iran kann man Heuchler von Nichtheuchlern gut unterscheiden. So können die Iraner in Ruhe überlegen, wen sie in dieser Lage wählen. Was für einen Präsidenten sie in diesen nächsten Jahren benötigen. Jemanden mit klarer Linie, der sich nicht von Bauernfängern aufs Glatteis führen lässt. Vor 12 Jahren, als Iran Herrn Khatami gewählt hatte, das war ein Neuanfang. Ein kultureller Neuanfang, oder zumindest der Versuch. Auf den die USA mit GW Busch geantwortet haben. Es war die ernstgemeinte, aufrichtig ausgestreckte Hand Irans. Nicht von seiten der Supermacht, sondern seitens des von der Supermacht unterdrückten Staates. Heute streckt ein Präsident seine Hand aus, der keine reine Absicht erkennen lässt, sondern der die alte Linie unbeirrt weiterfährt. Wenn er Iran wirklich ein Signal hätte zukommen lassen wollen, dann hätte er kurz vor der Wahl im Iran Aber diese Rede wirkt wie versuchte Erpressung: Ich lockere die Sanktionen gegen Iran nicht, solange ihr euren Ahmadinejad nicht abwählt. Selbst wenn Iran jetzt einen anderen Präsidenten als Ahmadinejad wählen sollte, als Antwort auf den vermeintlich dialogbereiten Obama, dann ist nicht sicher, ob Obama auch die Sanktionen lockert. Es ist sogar eher zweifelhaft, denn -wie gesagt- die Antwort der USA auf Khatami war Bush und sein 11.-September-Zirkus.
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