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Zwölf gegen Merkel -und- Deutschland unter Beobachtung...?

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Von Muhammad Krüger am 19. April 2011 12:00:44:

Gestern ist mir die Ausgabe des Handelsblatts in die Hände geraten, darin stehen zwei Aussagen, die ich nicht zusammenbringen kann. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Die Titelgeschichte "Zwölf gegen Merkel" zieht sich über die Titelseite und 2 volle Doppel-Seiten und sie lässt 12 Wirtschaftsweisen ausführlich zu Wort kommen. Allesamt äußern sich besorgt über die Entscheidung der Regierung Merkel, für den EURO einen Rettungsschirm einzurichten, der für Deutschland unentrinnbar bindenden Charakter hätte.

Mit dem Rettungsschirm sollen überschuldete EURO-Länder unterstützt werden. Das Ganze ist vergleichbar mit dem Länder-Finanzausgleich, bei dem weniger verschuldete Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg stärker verschuldeten Länder wie Bremen mit Milliarden unterstützen.

Ein Widerspruch für mich ist, dass Deutschland hier nicht mit Bar-Mitteln aufwarten kann, sondern sich selber tiefer in Schulden stürzen müsste.

Meine erste Frage lautet: Ist das eine solide Konstruktion?

Meine zweite Frage entsteht aus dem zweiten Handelsblatt-Artikel "Deutschland steht unter Beobachtung".

Hierin wird berichtet, dass die G20 Deutschland für seinen Leistungsbilanzüberschuss kritisieren. "Die Staatengruppe sagt Ungleichgewicht den Kampf an" steht dort, was in meinen Augen nichts anderes heißt als "Bitte etwas langsamer, ihr seid zu stark und zu reich" (neben Deutschland stehen die USA, UK, China, Japan, Frankreich und Indien auf der schwarzen Liste der G20).

Ist das nicht ein Widerspruch, bei dem Deutschland einerseits zur EURO-Kasse gebeten wird, und andererseits von zu schnellem Wachstum und zu viel Profit abgehalten werden soll?

Der richtigste Weg -für jedes westliche und östliche Land- wäre doch eine nachhaltige, blühende Wirtschaft zu haben und schuldenfrei zu sein. Damit man nicht von "systemtragenden Finanzinstituten" ausgebeutet und erpresst werden kann.



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