| Sie wollen uns erzählen, dass Israel jedes Verbrechen begehen darf
Sie wollen uns erzählen, dass die westliche Welt das christlich-jüdische Erbe verteidige und verurteilen gleichzeitig einen Menschen, der sie darauf hinweist, dass Jesus heute genau jene westliche Welt bekämpfen würde, wäre er unter uns. Doch wer sind “Sie“? “Sie“ sind nur einige wenige, die im Namen so vieler Schweigender so viele Verbrechen begehen können, weil so viele schweigen! Vorgestern war der Gedenktag zur Geburt Jesu im Heiligen Land. Heute wurden mindestens 150 Palästinenser im Heiligen Land durch die Vorhut westlichen Denkens und Handelns im Heiligen Land ermordet. Doch auch eine Israelin ist umgekommen. Genau wie jeder der 150 Palästinenser ein zu schützendes Leben trug, genau solch ein Leben hatte auch die Israelin. Aber wer heute nur das gewaltsame Ableben der Israelin beklagt und nicht 150-fach das Ableben der 150 Palästinenser, der sät das hasserfüllte Feld zukünftiger Bluternte.
Ist es wirklich so schwer zu verstehen, warum die muslimische Welt die westliche Welt, insbesondere nach solchen Tagen, so abgrundtief hasst? Warum sollte man jemanden nicht hassen, der dazu schweigt, wenn 150 ohnehin eingesperrte Menschen in ihrem Kerker vom Kerkermeister ermordet werden? Heute hat sich die westliche Welt, allen voran Deutschlands Vertreter, einmal mehr dafür entschieden, auf der Seite derjenigen zu stehen, die Mord, Totschlag, Bombardements, Besatzung und Vertreibung als legitimes Mittel der Politik verstehen. Glauben jene Politiker ernsthaft, dass solch eine Politik nicht früher oder später auf sie zurück fallen wird? Vernünftige Vertreter aller Religionen werden dieser Tage versuchen an das Gewissen der Beteiligten zu appellieren. Sie werden versuchen, besänftigend auf die Beteiligten einzuwirken, damit die Gewaltspirale durchbrochen wird. Aber sie werden kein Gehör finden! Denn 60 Jahre Besatzung ist eine Gewalt, gegen die sich jene Vertreter schon lange nicht mehr wehren, so dass sie jegliche Glaubwürdigkeit verloren haben! Wer heute wirklich Leben schützen will, der muss die Verbrechen verurteilen, die Verbrecher benennen, und die sind nicht vor allem auf der Seite der Besetzten zu suchen, sondern auf der Seite der Besatzer! Wer heute dazu schweigt, dass zionistische Besatzer, die gestern noch öffentlich von der faktischen Deportation palästinensischer Einwohner Israels (mit israelischem Pass) sprachen, immer kritiklos jedes Verbrechen begehen können, der ist Mitschuld an dem morgigen Leid auf beiden Seiten im Heiligen Land. Nur wer heute die Verbrechen Israels offen und deutlich anprangert, hat das moralische Recht zur Mäßigung aufzurufen, eine Mäßigung, die alle Seiten so dringen benötigen. Wir verurteilen die Verbrechen Israels, die manche Vertreter des Zionismus seit 60 Jahren unter der Schirmherrschaft der gesamten westlichen Welt so ungestraft begehen dürfen! Das heutige Verbrechen war nur eines von vielen Massakern und Terroraktionen, das einige Vertreter des Zionismus befehligt haben. Gleichzeitig rufen wir dazu auf, dass auf dem Weg der Vernunft Wege gesucht und gefunden werden, die es ermöglichen, dass Juden, Christen und Muslime in Frieden und gleichberechtigt im Heiligen Land leben. Das heutige Leid ist nicht nur das Leid von Hunderten von palästinensischen Familien und einer israelischen Familie, es ist gleichzeitig die Angst so vieler israelischer Familien, schon morgen Opfer der zu erwartenden Racheaktionen werden zu können. An die christliche Welt gewandt würde sich heute folgende Frage stellen: Wenn heute Jesus leben würde, an wessen Seite würde er sich stellen, an die Seite der israelischen Kampfpiloten und deren Befehlshaber oder an die Seite der über 150 palästinensischen Mütter, die heute ihr Kind verloren haben? Und warum stellen sich diejenigen, die das christliche Erbe verteidigen wollen, nicht auch auf die Seite, auf die sich Jesus zweifelsohne stellen würde? Die USA haben ihren eigenen unaufhaltbaren Untergang letztendlich im Irak besiegelt. Niemand greift die Mausoleen der zwölf Imame an, ohne dass der Angreifer nicht sein eigenes Ende eingeläutet hätte. Die USA werden in wenigen Jahren genau so Geschichte sein, wie es die UDSSR inzwischen ist. Und auch Israel hat inzwischen jegliche moralische Rechtfertigung verloren: Über 150 Tote an einem einzigen Tag. Über 7000 Tote seit 8 Jahren. Glauben sie ernsthaft, dass ein Staat, der jedes Jahr im Schnitt 900 Menschen ermordet, langfristig überleben kann? Der Hass hat den Verstand mancher Verantwortungsträger der westlichen Welt aufgefressen. Der Hass droht den Verstand mancher Muslime in der Region zu vernichten. Und verstandloser Hass der aufeinander prallt, hat zur Folge, dass alle Menschen leiden werden. Die Vernunft gebietet Einhalt und Besinnung auf Gerechtigkeit. Die westliche Welt ist maßgeblich Mitschuld daran, dass Palästinenser seit 60 Jahren in ihrer eigenen Heimat unter Besatzung leben. Die einzige Chance, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, besteht darin, die Besatzung zu beenden! Wer das immer noch nicht verstehen will, kann oder darf, ist Mitschuld an den morgigen Morden im Heiligen Land – Gott behüte uns alle davor. Die Weihnachtsgeschichte ist eine Geschichte, in der fast alle Hauptdarsteller Juden sind, wie Jesus, Maria, Zacharias, Hanna, Elizabeth, Johannes und viele anderen mehr. Es ist die Gründungsgeschichte des Christentums, und sie ist am ausführlichsten im Islam beschrieben. Die Weihnachtsgeschichte ist die Geschichte der Geburt von Hoffnung, dem Geist Gottes im Leib Jesu, dem Sohn der Maria. Er ist in Bait-Lahm, dem “Haus“ (Bait) des Fleisch (Lahm) gewordenen Wortes Gottes geboren (Bethlehem). Von dieser Botschaft geht Frieden aus.
Es wird Zeit, dass gottesehrfürchtige Juden, Christen und Muslime Hand in Hand dieses Haus aus den Händen jener befreien, die dort nur Besatzung, Mord und Todschlag säen. Es wird Zeit, sich dem Unrecht, das im Heiligen Land im missbrauchten Namen der Religionen begangen wird, entgegen zu stellen, damit Jesus bald wieder erscheinen möge. Möge er bald erscheinen. |
- Re: Sie wollen uns erzählen, dass Israel jedes Verbrechen begehen darf Hans Haußmann 16.01.2009 19:19
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