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Re: Der Bundesminister, Hamas und die Waisen von Gaza

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Von Fatima Özoguz am 19. Juli 2010 14:54:52:

Als Antwort auf: Der Bundesminister, Hamas und die Waisen von Gaza von Malcolm Sylvers am 19. Juli 2010 09:05:45:

Sehr geehrter Herr Sylvers

vielen Dank für Ihren aufrüttelnden Beitrag.

>Ein Friedensaktivist der 1950er und 1960er Jahre, Pastor Martin Niemöller, erzählte eine Parabel über die Naziunterdrückung und das Schweigen darüber. Ein Bürger sei zunächst nicht so besorgt über die Unterdrückung gewesen, als Kommunisten, Sozialdemokraten, Zeugen Jehovas, Juden und andere weggeschleppt wurden, weil er kein Anhänger dieser Gruppierungen war. „Dann kamen sie, um mich zu holen, aber es war niemand übrig geblieben, der mir hätte helfen können.“ Nein, wir sind noch nicht an diesem Punkt angelangt, aber nicht nur Muslime und Palästinenser sollten besorgt sein, wenn ein Bundesinnenminister sich erlaubt, ein einschüchterndes Verbot wie dieses auszusprechen.

Das Niemöller - Zitat geht so:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“[14]

So siehts nämlich aus. Wer heute schweigt, ist morgen dran, und diese Problematik ist keine speziell muslimische, sondern in Zukunft kann jede Organisation oder Gruppe Opfer einer derartigen Willkür werden, wenn sie die "Frechheit" besitzt, Israel zu kritisieren und Waisenkindern in Gaza zu helfen.
Dafür gibt es rechte Websites, die dieses Thema aufgreifen, um ihren - echten! - Antisemitismus zu befeuern. Schon traurig, dass man so eine wichtige Sache den Rechten überlässt. Gerade hier muss jeder protestieren, der sich Demokrat nennt, denn morgen könnte ihn schon ebenfalls ein Verbot des Innenministers treffen, wenn er sich vor allem hinsichtlich Israels nicht "wohlverhält".



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