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kein Frieden um Israel

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Von Willi Übelherr am 03. März 2010 18:14:13:

liebe freunde,

der titel dieses beitrags entspricht dem titel des buches von walter hollstein aus dem jahr 1972. es war mein erstes buch, was ich über die geschichte palästinas las und hat mich seitdem geprägt.

heute sage ich: 'kein frieden mit israel', weil dieses gebilde, dessen organe, dessen akteure keinen frieden wollen, solange palästinensische und arabische bürger in palästina leben. hier gibt es nichts zu verschweigen. deren ziel ist ein groß-israel von syrien bis an den suezkanal und weit in die jordanischen gebiete hinein als einen theologisch-homogenen 'rassen'-staat.

wir kennen derlei bestrebungen aus der geschichte in europa. nur hat dies nichts, aber auch wirklich nichts mit der jüdischen tradition und dem jüdischem denken zu tun. alle 'wirklichen' juden, wie sie sich nennen, lehnen den staat israel als jüdische instanz ab, er existiert für sie nicht. er ist für sie eine koloniale instanz zum landraub und primtiver machtgelüste.

pressekonferenz zum thema holocoust
http://www.pressekonferenz.tv/

die explosion der brutalitäten, lügen, verleumdungen aus den israelischen organen und siedlergruppen, von uri avnery 'hooligans und faschisten' benannt, führt zur faschisierung in israel, zur entfaltung eines unglaublichen rassismus, zur entwicklung eines zutiefst primitiven denkens über die geschichte. all das, was die jüdische kultur auszeichnet, ist verloren gegangen. zurück bleibt ein rein egoistischer landraub, kulturelle degenerierung und selbstinszenierung.

dies ist der grund, warum sich so viele jüdische menschen außerhalb israels von diesem gebilde abwenden bis zur verleugnung ihrer jüdischen tradition und geschichte aus angst, mit dem geschehen in palästina in verbindung gebracht zu werden. in dem film zum 31. jahrestag der islamischen revolution weist yavuz özoguz auf eine ähnliche selbstverleugnung unter islamischen menschen hin, auch wenn sie völlig anders motiviert war. aber viele können vielleicht verstehen, welche inneren kämpfe gerade die jüngeren jüdischen menschen durchstehen müssen.

das ergebnis dieser absoluten degeneration menschlicher sozietäten in israel ist ihr eigener untergang, den sie selbst so mächtig vorantreiben. die zeiten, in denen menschen auf informationsverteilung über private instanzen wie printmedien angewiesen waren, sind vorbei. damit auch die intellektuellen kontrollmöglichkeiten. die menschen weltweit bedienen sich der direkten telekommunikation und diese sphäre ist der durchbruch zur entfaltung eines globalen friedens. die menschen in allen erdteilen wünschen sich diesen frieden, die kooperation, das helfende miteinander, alle arten von austauschprozessen über alle kulturellen grenzen hinweg.

die akteure der elitär kontrollierten naturvernutzung und -zerstörung, hier allen voran die kriegstreibenden kräfte der usa und israel, gefolgt von england, deutschland, italien und polen, im weiteren abstand ihre anderen kumpanen, gehen zielstrebieg ihrem verfall entgegen. die wahrheit und deren öffentliche debatte um die lügen zum irakkrieg mit dem konstrukt massenvernichtungswaffen, zum afghanistankrieg mit dem 9/11-konstrukt, um die konstruktionen und den schwindel um die CO2-treibhausgas-theorien machen sie lächerlich und lösen die glaubwürdigkeit vollständig auf. das ökonomische system ist nur noch ein hochgehaltenes glaubenskonstrukt. mit rationalen kategorien hat es nichts mehr zu tun und dies ist bereits angekommen in breiten bereichen der weltbevölkerung.

der Iran kooperiert mit den ALBA-staaten, ebenso auch die VR China und Indien. es bilden sich auch auf der ebene internationaler kooperationen neue netzwerke heraus. folge ist eine massive erhöhung der anti-islamischen und anti-latino propaganda, um die letzte möglichkeit der rettung, den krieg, vorzubereiten. diese kapitalistischen systeme können ihren verfall nur noch mit der totalen propaganda und der 'endlösung: krieg' aufhalten.

auf diesem hintergrung nehme ich die geschehnisse in den usa, in israel, in berlin um die blockierung der veranstaltung mit norman finkelstein, war. mag sein, daß ich für manche hier übertreibe, zu radikal argumentiere. aber seit meiner jugendzeit beschäftige ich mich mit den ökonomischen hintergründen, die zu den politischen und kulturellen widersprüchen führt. insofern bin ich marxist, auch wenn ich mich als jugendlicher als christlicher marxist im sinne von jesus von nazareth verstanden habe.

unabhängig von unseren speziellen wertquellen und ethischen grundlagen können wir uns alle auf das prinzip der gleichrechtigkeit und gleichwertigkeit aller menschen dieses planeten stellen. das kann unser rahmen sein, in dem wir die lokalen und reginalen kooperationen organisieren. nicht mehr und nicht weniger ist zu tun.

mit lieben grüßen, willi übelherr



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