Im Namen des Erhabenen  
  Emma's Rundumschlag
 

Die KonvertitInnen... und wer dahinter steckt

EMMA 2/2002
http://www.emma.de/content/c1056993647770.html (Hyperlink funktioniert nicht mehr)

Wir wird man Muslim? Ganz einfach, indem man sagt: `Es gibt keine Gottheit außer GOTT und Muhammad ist GOTTES Gesandter!` So lehrt es die Deutsche Muslim-Liga in einer ihrer Bekehrungsschriften.

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Der Deutsch-Arabischen Gesellschaft unter Vorsitz von Jürgen Möllemann kann das alles eigentlich nicht verborgen geblieben sein. Wieso also hat sie dann ausgerechnet diese Frau (als einzige unter acht Männern) in der Festschrift zum 30-jährigen D-A-G-Geburtstag einen Beitrag über das Thema Der Einfluss arabischer Kultur und Wissenschaft auf das Abendland schreiben lassen?

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Über Milli Görüs heißt es im jüngst veröffentlichten Verfassungsschutzbericht 2001: Sie ist die größte islamistische Organisation in Deutschland. Unter Berufung auf die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit versuche sie, in der demokratischen Bundesrepublik ihre islamistischen Positionen durchzusetzen. In der Türkei, so der Verfassungsschutzbericht weiter, fördert die IGMG Bestrebungen zur Abschaffung der laizistischen Staatsordnung.

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Auf ihrer Website im Internet ruft die D-A-G alle friedliebenden Menschen dazu auf, ihre Stimme gegen den anhaltenden israelischen Krieg gegen das palästinensische Volk zu erheben und mit uns laut und zahlreich zu demonstrieren. Auf einer dieser Demonstrationen am 13. April 2002 in Berlin mit Redner Jamal Karsli wurden Hakenkreuze kombiniert mit bluttriefenden David-Sternen hochgehalten. Auf den Transparenten stand u.a.: Kindermörder Israel und Faschisten raus aus Palästina.

Fast könnte man meinen, dass diese Parolen direkt vom Online-Dienst www.muslim-markt.de von und für deutschsprachige Muslime abgeschrieben wurden, der auch noch weitere empfiehlt. Zum Beispiel: Zionisten wolln die Welt/ kaufen mit geklautem Geld. Oder: Teuflische Zionisten/ töten Muslime und Christen. Im Internet rufen diese deutschsprachigen Muslime aus Delmenhorst bei Bremen auch ganz wie seinerzeit die Nationalsozialisten - zum Boykott zionister Waren auf. Dabei berufen sie sich auf eine Fatwa des iranischen Ayatollahs Khameini: Der Erwerb jeglicher Produkte, welche den Zionismus stärken, ist nicht erlaubt.

Eine Richtlinie, an die sich zumindest diejenigen der schätzungsweise 40.000 zum Islam übergetretenen deutschen Frauen halten werden, die einen Islamisten geheiratet haben. Nach Erkenntnissen des Verfassungschutzes wird gerade den Anhängern eines Gottesstaates inklusive Scharia von ihren Kadern die Heirat mit einer Deutschen dringlich empfohlen wegen des daraus folgenden Aufenthaltsrechts: Außerdem erlangen sie auf diesem Weg die uneingeschränkte Reisefreiheit, die für mögliche extremistische oder gar terroristische Aktionen unerlässlich ist. So gestand der mutmaßliche Finanzchef von Osama bin Laden nach seiner Festnahme in München, er habe dort dringend eine deutsche Frau gesucht - obwohl er im Sudan bereits verheiratet war.

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Besonders bekehrungswillig seien laut Konvertit Hofmann die Grünen, die ja auch zehn Jahre lang die politische Heimat von Möllemann-Freund Karsli waren. Diese meist jungen Menschen, schreibt der Ex-Botschafter in seiner Reise nach Mekka, seien aus Protest gegen die Entgleisungen der modernen Industriegesellschaft schon länger auf der Suche nach einer universellen Gesellschaft von höherer Moral. Mit dem Islam, schwärmt Hofman, haben sie endlich einen Hafen gefunden, der Nestwärme verbreitet.

Ein warmes Nest, das auch Konvertitin Irmgard Pinn zu schätzen weiß. Die mit einem Syrer verheiratete Anti-Rassimus-Forscherin aus Aachen lehrt zur Zeit an der Fachhochschule Düsseldorf und sitzt an der Duisburger Uni im wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Sprach- und Sozialforschung. Zudem ist sie Mitglied im hochkarätigen Redaktionsrat von Die Brücke, ein Forum für antirassistische Politik und Kultur, das vom saarländischen Frauenministerium finanziell unterstützt wird.

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Außerdem ist Hobohm stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), der von Dr. Nadeem Elyas, alternativer Friedenspreisträger und saudischer Frauenarzt, geleitet wird. Unter seinem Dach sind diverse vom Verfassungsschutz als islamistisch eingestufte Einrichtungen organisiert: zum Beispiel das Islamische Zentrum München und das Islamische Zentrum Aachen, wo Elyas früher im Vorstand saß und heute Ratsmitglied ist. Beide Zentren seien, heißt es im aktuellen Verfassungschutzbericht, von der islamistischen Muslimbruderschaft gegründet worden: das in München von deren ägyptischen Zweig und das in Aachen vom syrischen.

Die Muslimbruderschaft, so der Verfassungsschutzbericht weiter, betrachtet die Mehrzahl der Regime in der muslimischen Welt als unislamisch und strebt deren Umgestaltung in Staaten islamistischer Prägung auf der Grundlage der Scharia an. Der ideologisch radikalste deutsche Ableger der international operierenden Muslimbrüder ist laut Verfassungsschutz die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD): In ihren Einrichtungen wird offen gegen die Existenz des Staates Israel agitiert. Die IGD ist ebenfalls Mitglied im honorigen Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD). Ihren Sitz hat sie im ägyptisch dominierten Islamischen Zentrum München, das sich im ZMD von dem Konvertiten Ahmad von Denffer vertreten lässt.

KonvertitInnen geben in allen ZMD-Gremien den Ton an. Darunter als Generalsekretär der Wirtschaftsexperte und FDP-Abgeordnete im Bezirksparlament von Köln-Nippes, Dr. Axel Ayyub Köhler, der vor seiner Pensionierung als Assistenzprofessor an der Universität Teheran und am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln gelehrt und geforscht hat. Kassenführer im ZMD-Vorstand ist Muhammad Siddiq alias Wolfgang Borgfeld. Der bekennt sich offen zur islamistischen Muslimbruderschaft und zur Polygamie: Die ist dem Mann im Islam erlaubt.

Auf der Gremienliste des Zentralrats der Muslime sind unter insgesamt 24 Namen zwölf eindeutig als die von KonvertitInnen zu identifizieren. Die meisten tauchen immer wieder in Veranstaltungsprogrammen von kirchlichen wie politischen Akademien und von christlich-islamischen Freundschaftswochen auf, darunter: Dr. Wilfried Murad Hofmann (Beirats- und Ehrenmitglied), Yussuf Islam (früher Cat Stevens), Maryam Brigitte Weiß (Frauenbeauftragte), Dr. Ibrahim Rüschoff (Fachausschuss Soziales), die Wuppertaler Konrektorin Ulrike Thoenes (bis vor kurzem noch Frauenbeauftragte, jetzt stellvertretende Leiterin des Sozialausschusses), Abdel Hadi Hoffmann (früher CDU-Politiker mit Vornamen Christian), Aiman Mazyek (Fachausschuss Internet und Finanzkommission) sowie Fatima Grimm (Beirats- und Ehrenmitglied).

Fatima Grimm gehört zur Gemeinde des Islamischen Zentrums Hamburg, das wie die Zentren in Aachen (syrisch) und München (ägyptisch) im arabisch dominierten Zentralrat der Muslime organisiert ist, obwohl es von den Ayatollahs im schiitischen Gottesstaat Iran gesteuert wird. Fatima ist mit Muhammad Abdul Karim Grimm verheiratet, ebenfalls ein deutscher Konvertit, der sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Kamerun zum Islam bekehrte. In den 60er Jahren war der Hamburger nach eigenem Bekunden maßgeblich an der Gründung der beiden islamistischen Muslimbrüder-Zentren in München (ägyptisch) und Aachen (syrisch) beteiligt.

Die deutsche Konvertitin Fatima Grimm vom iranischen Islam-Zentrum in Hamburg publiziert als islamische Schriftstellerin im Münchner SKD Bavaria-Verlag, der auch Schriften des türkischen Holocaust-Leugners Harun Yahia und der rechtslastigen Sigrid Hunke offeriert. In einem ihrer Aufsätze bemängelt die fünffache Mutter Fatima Grimm: Wenn wir mit der Erziehung unserer Kinder so weitermachen wie bisher, werden sie im Laufe der Zeit eine Masse von halbgebildeten Kommunisten und Humanisten. Wenn jedoch diese Kinder durch unsere Erziehung zu durch und durch überzeugten Muslimen und wahren Kämpfern für den Islam werden, haben wir eine echte Chance, die islamische Ordnung in allen Lebensbereichen herzustellen und an dieser großen Aufgabe selbst über unseren Tod hinaus noch mitzuwirken. Seite an Seite mit arabischen Selbstmordattentätern?

Die kürzlich 80 gewordene Bonner Orientalistin Annemarie Schimmel, umstrittene Trägerin des Deutschen Friedenspreises 1995 und stolze Namensgeberin einer Schimmel-Allee im pakistanischen Lahore, ist ebenfalls Beirats- und Ehrenmitglied im Zentralrat der Muslime. In manchen islamischen Kreisen wurde behauptet, dass sie insgeheim zum Islam konvertiert sei, was aber nicht belegbar ist, schreiben die bereits erwähnten deutschsprachigen Muslime aus Delmenhorst in ihrem Personen-Lexikon unter www.muslim-markt.de: Dennoch kann aus muslimischer Sicht ohne Zweifel festgestellt werden, dass Frau Prof. Annemarie Schimmel dem Islam sehr dienlich war.

Ein zweifelhaftes Lob in diesem Umfeld. Denn unter www.muslim-markt.de feiern die Delmenhorster auch den französischen Holocaust-Leugner Roger Garaudy - ein zum Islam konvertierter Ex-Kommunist - als einen, dessen Verurteilung wegen Volksverhetzung in der islamischen Welt als Beispiel für die geheuchelte Meinungsfreiheit westlicher Demkratien betrachtet wird: Seine Kritik an der jüdischen Version vom `Holocaust` ist in manchen Kreisen der muslimischen Welt auf lebhaften Beifall gestoßen.

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